Levl macht Energiespeicherkapazitäten erstmals an der Strombörse handelbar

Das Gründerteam von Levl: Hauke Lapschies (li) und Marco Batschkowski. (Foto: Levl)

Stuttgart – Grossspeicher sind eine tragende Säule für das Gelingen der Energiewende. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) werden bis 2040 mindestens 10 Millionen Megawatt-stunden Speicherkapazität benötigt, um die globalen Klimaziele zu erreichen. In Deutschland standen im Jahr 2022 rund 4.500 Megawattstunden zur Verfügung und der Zubau stationärer Stromspeicher wächst hierzulande jährlich um rund 80 Prozent. Damit gehört der deutsche Speichermarkt zu den führenden Speichermärkten weltweit.

Um diese vorhandenen und weiter stark wachsenden Kapazitäten optimal zu nutzen, hat Levl nun als erster Anbieter am Markt eine digitale Lösung entwickelt, wie vorhandene Kapazitäten von Batterie-speichern zusätzlich gewinnbringend an der Strombörse vermarktet werden können. Speicherbetrei-ber:innen können mit der neuen Lösung neben der bisherigen Nutzung ihrer Batterien von zusätzli-chen Einnahmequellen profitieren, auch dann, wenn diese bereits ausgelastet sind. Um das Wachs-tum von Levl zu beschleunigen, gründet Enpulse das Innovationsprojekt nun als Startup aus.

Hauke Lapschies, CEO von Levl dazu: „Bis 2030 werden in Deutschland etwa 100 Gigawatt Spei-cherleistung benötigt. Auch wenn der Zubau zügig voranschreitet, bietet ein Grossteil der bestehenden und neu hinzukommenden Speicherkapazitäten Potenzial für zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. Mit Levl ermöglichen wir die Vermarktung dieser Kapazitäten an der Strombörse unabhängig vom jeweili-gen Speicherstand – also auch dann, wenn der Speicher bereits voll ist. Dass wir damit auf dem richti-gen Weg sind, zeigt die schon jetzt grosse Nachfrage.“

Marco Batschkowski, CTO von Levl ergänzt: „Mit der zunehmenden Elektrifizierung steigt auch der Bedarf an erneuerbaren Energien. Neben der Erzeugung ist die Speicherung von grünem Strom eine wesentliche Säule der Energiewende, denn nur so kann Ökostrom dauerhaft verfügbar gemacht wer-den. Unser Mechanismus löst dieses Problem, indem er Speicherkapazitäten an der Börse handelbar macht. Mit unserer KI-gestützten Software ermitteln wir den Kapazitätsbedarf des primären Verwen-dungszwecks und sind so in der Lage, die verbleibende Kapazität virtuell zu aggregieren und effizient in Echtzeit zu vermarkten. Damit sind wir technisch in der Lage, jeden Speicher unabhängig von sei-ner Grösse an der Strombörse handelbar zu machen. Bisher war dies erst ab Speichereinheiten von mindestens 100 kW sinnvoll möglich.“

Ausgründung soll das Wachstum von Levl beschleunigen
Levl startete zunächst im Rahmen eines Projekts des Venture Builders Enpulse. Nach einer anfänglich breit angelegten Exploration entstand die heutige Geschäftsidee. Die grösste Hürde bestand anschlie-ssend darin, die technische Umsetzung in einem Prototyp abzubilden und die Echtzeitanbindung der Batterien an die Strombörse sicherzustellen. Ein gutes halbes Jahr später wird das Startup nun aus-gegründet. Die nächsten Schritte umfassen das Onboarding der ersten Pilotkunden, den kontinuierli-chen Ausbau des Teams sowie die Weiterentwicklung des Prognose- und Aggregationsalgorithmus.

Marco Batschkowski war von Beginn an in das Projekt involviert und erläutert: „Als wir festgestellt haben, dass gewerbliche Speicher oft noch freie Kapazitäten bieten, die genutzt werden können, war uns schnell klar, dass es eine Lösung braucht, um diese nutzbar zu machen. Wir freuen uns sehr, dieses zukunftsweisende Konzept nun mit einem stetig wachsenden Team und zahlreichen Kunden und Partnern voranzutreiben und damit einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

Karin Klaus, Geschäftsführerin von Enpulse Ventures abschliessend: „Flexibilität ist für das Gelin-gen der Energiewende unerlässlich. Levl adressiert hier mit einem nachweislich attraktiven Ge-schäftsmodell enorme noch ungenutzte Potenziale im Bereich industrieller Speicher. Wir sind sehr stolz auf das gesamte Team und freuen uns, dass wir mit Levl unser bestehendes Portfolio an Ener-gie-Startups erweitern und unseren Building-Prozess erneut erfolgreich unter Beweis stellen konnten.“ (Levl/Bettertrust/mc/ps)

Alle weiteren Details und Informationen zu Levl finden Sie hier.

Über Enpulse:
Die Enpulse Ventures GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der EnBW. Als Venture Builder mit Sitz in Stuttgart ist sie für das frühphasige Innovationsgeschäft des Konzerns verantwortlich – vom Zeitpunkt der ersten Idee über die Entwicklung und Verprobung des Geschäftsmodells bis hin zur Gründung der marktreifen Startups. Nach erfolgreichem Markteintritt setzten die jungen Unternehmen ihre Entwicklung mit starken Partnern und Investoren fort. Im Fokus stehen dabei neue Geschäftsi-deen in den Bereichen Energiewende und nachhaltige Infrastruktur. Weitere Informationen unter: www.enpulse.io

Über Levl:
Levl ermöglicht erstmals den Handel mit ungenutzten Energiespeicherkapazitäten. Das Stuttgarter Startup ist aus dem Venture Builder Enpulse Ventures GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der EnBW, hervorgegangen und bietet seine KI-gestützte Software seit 2024 an. Ziel ist es, die Energie-wende durch den Aufbau virtueller Grossspeicher und die Vermarktung von Batteriekapazitäten jegli-cher Grösse an der Strombörse voranzutreiben. Mit Hilfe der gleichnamigen Softwarelösung lassen sich Batteriespeicher im gewerblichen Bereich herstellerübergreifend aggregieren und über den Han-del an der Strombörse vermarkten. Nutzer von Levl profitieren von einer zusätzlichen Einnahmequelle aus ihrem Energiespeicher, ohne dass der primäre Einsatzzweck der Batterie beeinflusst wird. Weite-re Informationen unter: www.levl.energy

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