Pfäffikon SZ – Die AI Infrastructure Capital AG – ein neu gegründetes Schweizer Unternehmen, das Server ankauft, diese an Standorten mit Strom aus erneuerbaren Energien betreibt und die Kapazitäten im Rahmen langfristiger Verträge vermietet – startet mit einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde in Höhe von rund 16 Millionen Euro.
Die Valyou Investment Foundation in Rapperswil ist der Ankerinvestor dieser Finanzierungsrunde; ihr Geschäftsführer Yonten Wagma wird dem Vorstand des Unternehmens beitreten. Viertes Vorstandsmitglied ist der ebenfalls aus Rapperswil stammende Unternehmer Fabian Villiger.
„Künstliche Intelligenz wird oft als etwas Abstraktes diskutiert. Dahinter verbirgt sich jedoch eine ganz konkrete Frage: Gibt es genügend Server, und stehen sie am richtigen Ort? Wir sorgen dafür, dass es mehr davon gibt“, sagte Cédric Waldburger, Gründer der AI Infrastructure Capital AG.
Die AI Infrastructure Capital AG mit Sitz in Pfäffikon wurde im Juni 2026 von Waldburger und Roald Parmentier gegründet und besitzt und vermietet Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen erwirbt NVIDIA-GPU-Server für Unternehmen, betreibt diese mit Strom aus erneuerbaren Energien und setzt sie im Rahmen langfristiger Verträge ein.
Cédric Waldburger ist Unternehmer und Investor. Über seine Risikokapitalgesellschaft investiert er in Technologieunternehmen in der Frühphase. Tomahawk.VC. Roald Parmentier kommt aus dem Rechenzentrumsbetrieb und der Hardwarebeschaffung.
„Wenn man ChatGPT, Claude oder ein anderes KI-Tool nutzt, hat man das Gefühl, mit etwas zu sprechen, das keine System. Tatsächlich wird jede einzelne Anfrage auf einem physischen Server ausgeführt, der sich irgendwo befindet und Strom verbrauchen und gekühlt werden müssen. Es gibt zu wenige dieser Server, und sie sind die eigentlichen „Engpass für die gesamte Branche“, so das Unternehmen in der Pressemitteilung.
Die AI Infrastructure Capital AG gibt an, diesen Engpass zu beseitigen. Das Schweizer Unternehmen nutzt das Kapital zum Kauf von Servern auf Basis von NVIDIA-Chips, betreibt diese in Island mit Strom aus erneuerbaren Energien und hat die Rechenleistung bereits im Rahmen langfristiger Verträge vermietet.
Das Unternehmen betont, dass die Wahl auf Island bewusst fiel. Es weist darauf hin, dass der Strom dort vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammt und die kühle Außenluft einen Großteil der Kühlung übernimmt, die anderswo kostspielig erzeugt werden müsste.
Nach Angaben des Unternehmens sorgt dies für dauerhaft niedrige Betriebskosten und macht den Betrieb deutlich klimafreundlicher als an herkömmlichen Standorten wie Frankfurt oder Dublin.
„Der Standort und die Kühlung entscheiden darüber, ob der Betrieb wirtschaftlich sinnvoll ist. In Island gehen erneuerbare Energien mit kalter Außenluft einher. Über die gesamte Lebensdauer der Maschinen hinweg ist das ein struktureller Vorteil“, sagte Roald Parmentier, Mitbegründer der AI Infrastructure Capital AG. (EU-Startups/mc/hfu)
