München – Der Versicherer Allianz will sein Geschäft in Grossbritannien einem britischen Medienbericht zufolge mit einer Übernahme weiter ausbauen. Der Dax-Konzern erwäge eine Übernahme des britischen Pannenhilfeunternehmens AA Ltd für umgerechnet rund 5,8 Milliarden Euro, berichtete der Nachrichtensender Sky News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Allianz soll sich demnach bereits seit mehreren Monaten mit einem möglichen Angebot beschäftigen. Es sei aber nicht klar, wie es aktuell um die Geschäfte stehe und ob es überhaupt zu einem Abschluss komme, hiess es in dem Sky-News-Bericht. Der deutsche Versicherer gehöre zu einer kleinen Gruppe potenzieller Käufer, die Gespräche mit den Beratern von AA über einen möglichen Deal geführt hätten.
Die Eigentümer von AA Ltd, zu denen Towerbrook Capital Partners LP und Warburg Pincus LLC gehören, prüften laut Sky in diesem Jahr sowohl einen Verkauf des Unternehmens als auch eine Rückkehr an die London Stock Exchange. Das von Towerbrook angeführte Konsortium hatte den Pannenhilfeanbieter 2021 für rund drei Milliarden Pfund übernommen und von der Börse genommen.
Sowohl AA als auch Towerbrook lehnten eine Stellungnahme zu den Gesprächen ab. Auch Allianz wollte sich nicht dazu äussern. Der deutsche Versicherer ist bereits stark in Grossbritannien vertreten und hat das Geschäft dort in den vergangenen zehn Jahren unter anderem durch den Erwerb des Sachversicherungsgeschäfts von Legal & General gestärkt. (awp/mc/ps)
