Chur – Klarheit über die Bedürfnisse und Ziele rund um die persönlichen Finanzen ist eine zentrale Voraussetzung für eine sorgenfreie finanzielle Zukunft. Ein hilfreicher Schritt auf diesem Weg ist eine strukturierte, individuelle Finanzplanung. Hierbei werden sämtliche relevanten Faktoren ganzheitlich analysiert und aufeinander abgestimmt. So entsteht eine massgeschneiderte Vermögensstrukturierung, die perfekt auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden ausgerichtet ist.
Aus GKB HORIZONTE «Weitergeben, loslassen, neu denken». Autor: Hugo Blumenthal, Fotos: Graubündner Kantonalbank
Gerade beim Übertritt von der Arbeitswelt in die nachberufliche Zukunft macht eine vertiefte Analyse Sinn. Denn mit Blick auf die Zeit nach der Erwerbstätigkeit bestehen oft Unsicherheiten oder gar Ängste. Es stellen sich Fragen wie: «Was bedeutet es für mich, wenn mein Erwerbseinkommen wegfällt? Wie decke ich meine laufenden Ausgaben? Welcher Betrag bleibt als Reserve übrig fürs Sparen oder Anlegen?» Erste Antworten liefern eine Einnahmen- und eine Ausgabenanalyse – der erste Schritt hin zu einer fundierten Vermögensstrukturierung.
«Aufbauend auf der Ausgabenanalyse wird geprüft, wie mögliche Einkommenslücken gedeckt werden können – mit dem Ziel, den Lebensstandard zu erhalten.»
Ausgaben kennen, Stabilität wahren
Zu Beginn der Finanzplanung geht es somit darum, den individuellen finanziellen Bedarf zu ermitteln. Dieser beschreibt die jährlichen Lebenshaltungskosten. Den Ausgaben werden die erwarteten Einnahmen gegenübergestellt. Häufig sind dies Leistungen aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), eine Pensionskassenrente/-teilrente sowie etwaige Mieteinnahmen. Im Rahmen der Einnahmen- und der Ausgabenanalyse spielen jedoch noch zwei weitere Punkte eine wichtige Rolle. Erstens gilt es, neben den harten Fakten auch die familiäre Situation sowie die damit verbundenen heutigen und zukünftigen Verpflichtungen zu berücksichtigen. Zweitens müssen sämtliche Vermögenswerte in die ganzheitliche Betrachtung einbezogen werden. Dazu gehören beispielsweise Erb- und Anwartschaften, Vorsorgegelder, bereits bestehendes Anlagevermögen und Immobilien. Ziel ist es, Ausgaben und Einnahmen unter Berücksichtigung der gesamten Vermögenssituation in Einklang zu bringen. Das Resultat der Analyse zeigt sowohl den Liquiditätsbedarf, welcher als permanente Reserve erforderlich ist, als auch den jährlichen Bedarf an zusätzlichen Einnahmen, falls ein Ausgabenüberschuss besteht. Ein solcher muss in einem nächsten Schritt systematisch gedeckt werden.
Einkommen sichern, Lebensstandard erhalten
Aufbauend auf der Ausgabenanalyse wird geprüft, wie mögliche Einkommenslücken gedeckt werden können – mit dem Ziel, den Lebensstandard zu erhalten beziehungsweise den errechneten Ausgabenbedarf zu sichern. Abgestimmt auf die gesamte Vermögenssituation, werden mittels einer gezielten Systematik Vermögenszuflüsse sichergestellt. Nebst regelmässigen Einnahmen aus Vorsorgerenten der AHV und etwaiger Pensionskasse erfolgt dies beispielsweise mit Ausschüttungen aus Wertschriftenanlagen, einem gezielten Vermögensverzehr oder auch Nettoeinnahmen aus Immobilien. Ergibt die ganzheitliche Betrachtung, dass Vermögen vorhanden ist, das weder als Liquiditätsreserve noch für den gezielten Vermögensverzehr oder als ertragsorientierte Wertschriftenanlage benötigt wird, gilt es dieses im dritten Schritt zielführend einzusetzen. Dieses Reservevermögen kann dem langfristigen Vermögenszuwachs dienen oder für Vermögensabtretungen eingesetzt werden.
Am Anfang jeder fundierten Vermögensstrukturierung steht die Analyse von Einnahmen und Ausgaben.
Rendite erwirtschaften, Vermögenszuwachs generieren
Eine erfolgreiche Vermögensanlage ist immer individuell und berücksichtigt sowohl rationale als auch emotionale Aspekte. Eine klare Strategie, der Einbezug persönlicher Werte sowie die Berücksichtigung der finanziellen Ziele bilden dabei die Basis. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig sind eine langfristige Ausrichtung und eine breite Diversifikation über verschiedene Anlagen. Auch gilt es zu beschliessen, ob Anlageentscheide selbst getätigt oder beispielsweise im Rahmen eines Vermögensverwaltungsmandats delegiert werden sollen. Wird das entsprechende Vermögen nicht für die Sicherung zukünftiger Einnahmen benötigt, können auch Vermögensabtretungen an die nächste Generation oder an nahestehende Personen in Betracht gezogen werden.
«Eine erfolgreiche Vermögensanlage ist immer individuell und berücksichtigt sowohl rationale als auch emotionale Aspekte.»
Vermögen strukturieren, Sicherheit gewinnen
Eine überzeugende Vermögensstrukturierung ist abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele. Entscheidend ist es, mit der Vermögensstrukturierung die richtige Balance zwischen Sicherheit, Liquidität und Rendite zu finden. Wenn Entscheidungen auf einer ganzheitlichen Analyse und Planung basieren, schafft dies die Grundlage für langfristige Stabilität und einen nachhaltigen Vermögensaufbau. Wir unterstützen Sie gerne mit objektivem und qualifiziertem Blick dabei, Ihren Bedarf zu klären und Ihre Ziele zu erreichen. So entsteht finanzielle Stabilität, die Ihnen Sicherheit gibt, Ihren Lebensstandard schützt und Sie in jeder Lebensphase zuverlässig begleitet.
