Zürich – Die fusionierte Helvetia Baloise hat am Freitag Zahlen zum Geschäft mit der beruflichen Vorsorge (BVG) der beiden früher eigenständigen Versicherungsgesellschaften vorgelegt. Sowohl bei der Helvetia als auch bei der Baloise hat sich der Trend zu teilautonomen Lösungen fortgesetzt.
Die Prämieneinnahmen im Kollektivlebengeschäft der Helvetia Versicherungen sind im Jahr 2025 um 7,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Franken zurückgegangen, wie aus der BVG-Betriebsrechnung hervorging. Allerdings sei das Geschäft weiter von der Verschiebung aus der Vollversicherung in teilautonome Angebote geprägt gewesen.
In der Vollversicherung, die den Firmen in Fragen rund um die berufliche Vorsorge einen Rundumschutz bietet, umfassen die Einnahmen Spar-, Risiko- und Kostenprämien. Im Gegensatz dazu werden die Sparbeiträge im Geschäft mit teilautonomen Lösungen, wo die Kunden das Anlagerisiko tragen, nicht als Prämieneinnahmen verbucht.
Die Zahl der aktiv respektive erwerbstätigen Versicherten stieg im BVG-Geschäft der Helvetia um 7 Prozent auf 240’693, wie es weiter hiess. In der teilautonomen Sammelstiftung BVG Invest allein stieg sie um ein Fünftel auf 18’800. Per 1. Januar 2026 kletterte die Versichertenzahl weiter auf über 20’000 bei einem Stiftungsvermögen von über 2 Milliarden Franken.
Betriebsgewinn gesteigert
Im freundlichen Börsenumfeld gelang es der Helvetia das Ergebnis im BVG-Geschäft zu steigern. Der Betriebsgewinn erhöhte sich um 11 Prozent auf 68,4 Millionen Franken, dies bei einer auf 2,2 Prozent (Vorjahr: 1,9%) gesteigerten Nettoanlagerendite und einem auf 335 Millionen Franken (296 Mio.) erhöhten Nettoanlageergebnis.
In dem der Mindestquote unterstellten Geschäft konnte Helvetia derweil 534,3 Millionen Franken zugunsten der Versicherten verwenden, was einer Ausschüttungsquote von 90,5 Prozent entspricht. Und der Überschussfonds sei um ein Viertel auf 209,2 Millionen Franken erhöht worden, was eine langfristige und nachhaltige Überschussbeteiligung gewährleiste.
Baloise-Stiftung Perspectiva wächst weiter
Weiteres Wachstum verbuchte im letzten Jahr die Baloise-Sammelstiftung Perspectiva. Sie habe beim Vermögen mit 2,1 Milliarden Franken erstmals die Marke von 2 Milliarden überschritten, hiess es in einer separaten Mitteilung dazu. Die Zahl der angeschlossenen Unternehmen nahm um 2,6 Prozent auf 5321 zu.
Im gesamten BVG-Geschäft erzielte die Baloise laut der Mitteilung einen Gewinn von 46 Millionen Franken. Dabei betrug die Ausschüttungsquote im Geschäft, das der Mindestquote unterliegt, 91,1 Prozent. Und der Nettokapitalertrag sei mit 273 Millionen Franken solide ausgefallen. (awp/mc/pg)
