Zürich – Im Zuge der Fusion von Helvetia und Baloise dürften in der Schweiz mehr Stellen verloren gehen als bisher angenommen. Das berichtet die «Handelszeitung». Zudem wird St. Gallen für die neue Versicherungsgruppe an Bedeutung verlieren.
Anfang Dezember hatte Helvetia Baloise angekündigt, im Rahmen der Fusion «bis zu 2600» Stellen abzubauen. Details würden am 15. April, an dem die Bilanzmedienkonferenz und ein Investorentag stattfinden, kommuniziert. Total arbeiten rund 22’000 Personen für die neu zusammengesetzte Gruppe.
Weiter ist bekannt, dass vom geplanten Stellenabbau zwischen 1400 und 1800 Jobs in der Schweiz betroffen sein werden. In Wahrheit dürfte der Anteil der in der Schweiz gestrichenen Jobs aber eher in der Grössenordnung von 2300 Stellen liegen, wie die «HaZ» schreibt und ihr ein Mediensprecher indirekt bestätigte.
Mit «in der Schweiz» sei nur die Länderorganisation gemeint, präzisierte der Sprecher. Daneben gebe es auch noch einen Stellenabbau in der Konzernführung. Im Ausland würden nur rund 300 Jobs gestrichen.
HSG hat Interesse an Helvetia-Büroflächen
Was die Standorte angeht, sei nun klar: Die Helvetia zieht bei der Baloise ein, so der Bericht weiter. Bekannt war bereits, dass der Hauptsitz in Basel angesiedelt wird. Neu sei nun bekannt, dass der Helvetia-Sitz am Rosenberg in St. Gallen faktisch bereits ausgeschrieben worden sei.
Interesse an der Übernahme zusätzlicher Flächen habe die benachbarte Uni St.Gallen (HSG) angemeldet, so der Sprecher. Bereits heute mietet die Uni einen Trakt. «Aus diesem Grund hat die Helvetia Baloise mit der HSG Gespräche zu einem möglichen Flächentausch aufgenommen.» (awp/mc/ps)
