Zürich – Die Bank Raiffeisen will sich stärker im Anlagegeschäft profilieren und hat dazu ein eigenes Aktien-Research gegründet. Bisher hatte die Bank für ihre Kunden auf die Research-Expertise der Bank Vontobel gesetzt.
Raiffeisen habe schon einen Leiter für den Research engagiert, er soll seine Arbeit im August aufnehmen. Mit dem Amtsantritt werde dessen Name dann auch kommuniziert werden. Insgesamt soll das Team aus 4 Analysten bestehen.
Zunächst sollen 80 bis 90 Firmen abgedeckt werden. Raiffeisen fokussiere sich dabei auf die grösseren Firmen, die Small-Caps lägen nicht im Fokus, sagte Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer bei der Bank, gegenüber Medien am Mittwoch. Im Rahmen der Research-Arbeit sollen dabei Ratings wie auch Kursziele für die abgedeckten Firmen publiziert werden.
Raiffeisen baue die Research-Abteilung nicht primär auf, um damit Umsatz zu generieren. Vielmehr wolle die Bank laut Caroline Hilb, Leiterin Investment & Vorsorge Center, damit die nötige Anlageexpertise inhouse aufbauen. Kunden sollen so bessere Informationen für ihre Anlageentscheidungen erhalten. «Wir schliessen damit eine Lücke», sagte Hilb weiter. «Aktienresearch gehört dazu, wenn man sich im Anlagethema verankern möchte», so Hilb. (awp/mc/pg)
