Rückläufiges Handelsvolumen an der SIX im Jahr 2023

Boerse

(Adobe Stock)

Zürich – An der Schweizer Börse SIX ist das Handelsvolumen im Börsenjahr 2023 deutlich zurückgegangen. Auch die Anzahl der Abschlüsse war klar tiefer als im Vorjahr. Dagegen wurden an der spanischen Börse BME leicht höhere Volumen gemessen.

Das Handelsvolumen an der Schweizer Börse sank im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent auf 1046 Milliarden Franken, wie die Börsenbetreiberin SIX Group am Mittwoch mitteilte. Die Anzahl Abschlüsse ging dabei um rund einen Viertel auf 46,1 Millionen zurück.

Bereits in den Jahren 2021 und 2022 waren die Volumen rückläufig gewesen. Der Blue Chip-Index SMI notierte Ende 2023 um 3,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Sandoz als «Highlight»
Insgesamt liessen sich im vergangenen Jahr 10 neue Unternehmen an der hiesigen Börse kotieren, nachdem im Jahr 2022 noch 14 Firmen den Gang auf das Parkett gewagt hatten. Das «Highlight des Jahres» war laut SIX die Kotierung der Novartis-Abspaltung Sandoz mit einer Marktkapitalisierung von rund 10,5 Milliarden Franken.

Erstmals wurde zudem mit der R&S-Gruppe eine Gesellschaft mittels Zusammenschluss mit einem SPAC – das sind kotierte Mantelfirmen, die zum Erwerb von nicht kotierten Unternehmen gegründet werden – an die Börse gebracht.

Weiter wurden von 8 chinesischen Unternehmen sogenannte GDRs an der Schweizer Börse kotiert, dies mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Franken. Auch hätten bereits kotierte Firmen die Möglichkeit zur Kapitalaufnahme rege genutzt, hiess es weiter. So wurden im Jahr 2023 Eigenkapitalerhöhungen über insgesamt 8,3 Milliarden Franken durchgeführt, nach 7 Milliarden im Vorjahr.

Aktienumsatz fast 15 Prozent gesunken
Nach Handelssegmenten aufgeteilt fiel der Umsatz mit Aktien (inkl. Fonds und ETPs) im letzten Jahr um 15,2 Prozent auf 802,5 Milliarden Franken. Bei den Obligationen stieg der Handelsumsatz dagegen um 10,7 Prozent auf 171,6 Milliarden Franken an.

Stark rückläufig waren die Umsätze bei den kleineren Segmenten mit ETFs und verbrieften Derivaten. Hier brachen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr jeweils um rund einen Drittel ein. Allerdings seien mit Blick auf die Anzahl der angebotenen ETFs und strukturierten Produkte im 2023 neue Rekordwerte erreicht worden, so die Mitteilung.

BME mit höheren Volumen
Eine positive Entwicklung zeigte sich im vergangenen Jahr an der spanischen Börse, welche von der SIX im Jahr 2020 übernommen worden war. So schloss die BME das Jahr mit 2,29 Milliarden Transaktionen ab, was gegenüber 2022 ein Zuwachs von 2,1 Prozent bedeutet. Die Kapitalisierung nahm um beinahe 17 Prozent auf 1,2 Billionen Euro zu.

Mitte Dezember hatte die SIX im Zusammenhang mit der Übernahme der BME aber einen «Goodwill»-Abschreiber in Höhe von 340 Millionen Franken kommuniziert. Zusammen mit einer weiteren Wertberichtigung auf der Beteiligung an Worldline wird das Konzernergebnis 2023 der SIX im Umfang von 1,0 bis 1,1 Milliarden Franken belastet. (awp/mc/ps)

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