Vanguard Research: Schlechtes Timing kostet weniger als Nicht-Investieren

Jonathan Decurtins, Senior Sales Executive bei Vanguard Schweiz. (Bild: Vanguard, Moneycab)

Zürich –  Sparer zögern mit dem Investieren – aus Angst vor Verlusten oder weil sie unsicher sind, wann der richtige Zeitpunkt ist. Vanguard hat deshalb ein Extrembeispiel untersucht: einen hypothetischen «unglücklichsten Investor», der über 30 Jahre hinweg immer genau dann investiert hat, wenn die Kurse besonders hoch standen. Das Ergebnis zeigt: Selbst in diesem Szenario wäre Investieren besser gewesen als das Halten von Bargeld. 

Vanguard analysierte, was passiert wäre, wenn ein Investor sein Geld jeweils unmittelbar vor allen grösseren Börsenrückgängen der letzten knapp drei Jahrzehnte investiert hätte. Trotz dieses durchgehend schlechten Timings wuchs ein einfaches, global diversifiziertes Buy-and-Hold-Portfolio von insgesamt 45’000 CHF bis Februar 2026 auf 98’590 CHF – ein Gewinn von 53’590 CHF (+119 %). 

Jonathan Decurtins, Head of Wholesale bei Vanguard Schweiz, sagt dazu:«Diese Analyse zeigt eine einfache, aber wichtige Erkenntnis: Entscheidend ist nicht, den perfekten Zeitpunkt zu erwischen, sondern möglichst lange investiert zu bleiben. Selbst bei durchgehend schlechtem Timing hat das Investiertbleiben über Marktrückgänge hinweg historisch zu besseren Ergebnissen geführt. 

Allzeithochs und -tiefs lassen sich in Echtzeit äusserst schwer erkennen. Wer Investitionen aufschiebt oder verkauft, verpasst oft Chancen. Neue Höchst- und Tiefststände sind ein normaler Bestandteil der Märkte, deren langfristiges Wachstum von wirtschaftlicher Entwicklung, Produktivitätsfortschritten, Innovation und wiederangelegten Erträgen getragen wird. 

Die zentrale Erkenntnis für Anleger lautet daher: Wer diszipliniert bleibt, breit investiert, langfristig denkt, auf tiefe Kosten achtet und Schwankungen aushält, kann selbst unter schwierigen Bedingungen überzeugende Ergebnisse erzielen.» 

Zentrale Daten und Erkenntnisse 

Annahmen zur Anlagestrategie (vereinfacht): 

Wie die Entwicklung die Nerven strapazierte (Investitionen nur an Höchstständen): 

Was sich daraus ergibt: 

Zeit im Markt ist wichtiger als Markt-Timing: 

Aktien belohnten Geduld trotz wiederholter Krisen: 

Langfristige Aktienrenditen lagen deutlich über Bargeld: 

Markt-Höchststände lassen sich nicht zuverlässig erkennen: 

Allzeithochs sind häufiger als oft angenommen: 

Warum langfristiges Wachstum möglich war: 

Kernaussage: 

Ein disziplinierter, breit diversifizierter und langfristiger Aktienansatz kann selbst bei ungünstigem Timing überzeugende Ergebnisse liefern. Investiert zu bleiben ist entscheidender als der Versuch, zukünftige Marktbewegungen vorherzusagen. (Vanguard/mc/hfu)


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