Chur – Die Regierung verabschiedet das Pilotprojekt «KITAplus Graubünden». Dieses Programm schafft Rahmenbedingungen, damit Kinder mit Behinderung reguläre Betreuungsangebote besuchen können. «KITAplus Graubünden» orientiert sich am Programm «KITAplus» der Stiftung Kifa, das auf eine enge Begleitung des Betreuungsteams in Zusammenhang mit pädagogischen Fragen zur Integration von Kindern mit Behinderung setzt.
Das Programm «KITAplus Graubünden» verfolgt als oberstes Ziel die Umsetzung des Gesetzes über die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung (KIBEG). Entsprechend soll der Kanton neu den effektiven Mehraufwand für die Betreuung von Kindern mit Behinderung abdecken. Dabei steht die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern von Kindern mit Behinderung im Fokus. Ausserdem werden im Rahmen des Pilotprojekts Rahmenbedingungen geschaffen, damit der inklusive Aspekt der Betreuungsangebote gefördert werden kann. Leistungserbringende, die ein Kind mit Behinderung betreuen, erhalten finanzielle und fachliche Unterstützung. Dadurch kosten Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung für Erziehungsberechtigte von Kindern mit und ohne Behinderung gleich viel.
Der Bedarf an der Unterstützung für die Betreuung von Kindern mit Behinderung wurde im Kanton bisher nicht systematisch erhoben. Dementsprechend können die Mehrkosten für den Kanton lediglich hochgerechnet werden. Bei einer Annahme von 20 Kindern à jeweils zwei Betreuungstage pro Woche entstünden jährliche Kosten von etwa 253 000 Franken. (gr.ch/mc/hfu)
