Easyjet erhöht nach starkem Quartal Gewinnprognose

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(Foto: Easyjet)

Luton – Der britische Billigflieger Easyjet rechnet trotz europaweiter Lotsenstreiks und höherer Anlaufkosten am Flughafen Berlin-Tegel mit mehr Gewinn als zuletzt. Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn werde im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September voraussichtlich 550 bis 590 Millionen britische Pfund (619 bis 664 Millionen Euro) erreichen, teilte die Ryanair-Rivalin am Mittwoch in Luton bei London mit. Noch im Mai hatte das Unternehmen mit 530 bis 580 Millionen Pfund gerechnet.

Am Aktienmarkt kam die erhöhte Prognose gut an. Die Aktie legte im frühen Handel um 2,87 Prozent zu und setzte damit die Erholung der vergangenen Tage fort. Seit Anfang des Jahres hat sich das Papier der Airline um gut 16 Prozent verteuert.

Steigende Passagierzahlen und Ticketerlöse
Zu den optimistischeren Erwartungen von Easyjet-Chef Johan Lundgren für das laufende Geschäftsjahr trugen vor allem kräftig steigende Passagierzahlen und Ticketerlöse bei. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni beförderte Easyjet 24,4 Millionen Fluggäste und damit gut neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zudem waren die Flugzeuge besser gefüllt. Je Fluggast nahm Easyjet fast sechs Prozent mehr ein als im Vorjahr. Der Umsatz stieg dabei um 14 Prozent auf 1,6 Milliarden Pfund.

Probleme in Berlin Tegel
Für den britischen Billigflieger Easyjet läuft es unterdessen am Berliner Flughafen Tegel weiterhin nicht rund. Für das laufende Geschäftsjahr korrigierte das Unternehmen die erwarteten Verluste um 15 Millionen britische Pfund auf nun 175 Millionen Pfund nach oben. Grund seien hohe Zusatzkapazitäten anderer Fluggesellschaften wie zum Beispiel Laudamotion sowie der von Air Berlin übernommene ineffiziente Flugplan, erklärte Lundgren.

Man komme aber mit der Integration Tegels voran, wobei auch die Auslastung der Jets auf zuletzt 86 Prozent im Juni gestiegen sei. Im Flottenschnitt schafft Easyjet 94 Prozent. Zum 30. Juni hatte das Unternehmen in Tegel zehn eigene Jets am Start, die noch eine Weile mit zugemieteten Jets ergänzt werden. Easyjet will im kommenden Geschäftsjahr in Tegel den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Der Flugplan soll in den nächsten 18 bis 24 Monaten für den Punkt-zu-Punkt-Verkehr optimiert werden. (awp/mc/pg)

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