Vermeintlich erneute Infektion bei genesenen Coronapatienten als Resultat von Test-Ungenauigkeit

Oh Myoung-don, Vorsitzender des zentralen klinischen Ausschusses für die Kontrolle neu auftretender Krankheiten in Südkorea (Bild: Yonhap News Agency)

Seoul – Bis 28. April wurden nach Angaben der Korea Centers for Disease Control and Prevention (KCDC) insgesamt 277 Personen, die sich von COVID-19 erholt haben, erneut positiv getestet. Südkoreanische Gesundheitsexperten sagten jetzt, dass wieder genesene Coronavirus-Patienten aufgrund von Spuren von Virusfragmenten, die inaktiviert wurden, wieder positiv getestet worden sein könnten.

Mitten in die Diskussion um die Immunität von Patienten, welche vom Coronavirus genesen sind, platzte die Nachricht um eine erneute Ansteckung zuvor genesener Patienten in Südkorea. Der zentrale klinische Ausschuss des Landes für die Kontrolle neu auftretender Krankheiten hielt jetzt fest, dass in solchen Fällen kein lebendes Virus vorhanden sei, was Theorien wie die Reaktivierung oder Reinfektion des Virus positiv widerlegt.

Scheinbar kam es zu Reinfektionsfällen, weil Fragmente des Virus in den Körper der Patienten verblieben und in Testkits auftauchten.

Empfindlichkeit des PCR-Tests als Ursache vermeintlicher Reaktivierung oder Reinfektion
Das Land verwendet derzeit einen PCR-Test (Reverse Transkriptionspolymerase-Kettenreaktion) für das COVID-19-Virus, der funktioniert, indem die genetische Information des Virus, oder RNA, in einer von einem Patienten entnommenen Probe gefunden wird.

Die Experten wiesen darauf hin, dass dieser PCR-Test so empfindlich sei, dass er auch nach der Genesung einer Person von COVID-19 noch Teile der kleinen RNA-Menge aus einer Zelle aufnehmen könne.

«RNA-Fragmente können auch dann noch in einer Zelle vorhanden sein, wenn das Virus inaktiviert ist», hiess es in einer Pressemitteilung. «Es ist wahrscheinlicher, dass diejenigen, die positiv getestet wurden, wieder Virus-RNA aufgenommen haben, die bereits inaktiviert worden ist.

Oh Myoung-don, Vorsitzender des Ausschusses, sagte, dass die Fälle, in denen Menschen erneut positiv getestet wurden, auf technische Grenzen der PCR-Tests zurückzuführen seien.

Der Ausschuss sagte weiter, dass es praktisch unmöglich sei, das Virus zu reaktivieren, es sei denn, das COVID-19-Virus verursache chronische Infektionen.

Die Besorgnis über chronische Infektionen hat zugenommen, nachdem mehrere COVID-19-Patienten über zwei Monate in Krankenhäusern blieben, bevor sie geheilt wurden.

«Das COVID-19-Virus dringt nicht in das Innere des Zellkerns ein und verbindet sich nicht mit der DNA eines Patienten. Das bedeutet, dass das Virus keine chronischen Infektionen verursacht.» Oh Myoung-don, Vorsitzender des zentralen klinischen Ausschusses für die Kontrolle neu auftretender Krankheiten in Südkorea

Oh sagte weiter, das COVID-19-Virus unterscheide sich von Krankheiten wie HIV und Hepatitis B, bei denen das Virus im Inneren eines Zellkerns ruhend bleibt und später eine chronische Infektion verursacht. (YNA/mc/hfu)

Artikel bei Yonhap News Agency

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