London – Der Zigarettenkonzern British American Tobacco (BAT) will mit seinem im vergangenen Jahr gestarteten Konzernumbau die Kosten deutlich senken. «Wir bauen eine zukunftsfähige Organisation auf, die agiler ist, disziplinierter auf die Kosten achtet und sich auf Technologie stützt», erläuterte BAT-Chef Tadeu Marroco laut einer Mitteilung am Montag.
Neben einem Stellenabbau sollen auch strategische Partnerschaften dazu beitragen. Insgesamt will das Unternehmen bis Ende 2028 jährlich Kosten in Höhe von etwa 600 Millionen Pfund (rund 695 Mio Euro) einsparen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Die Aktie verlor zuletzt um rund 1,8 Prozent.
«Diese Veränderungen betreffen viele unserer Kollegen», erläuterte BAT-Chef Tadeu Marroco. Die Massnahmen würden auch wie bereits angekündigt einen Abbau von Stellen im gesamten Konzern vorsehen, da im Rahmen des Programms Strukturen vereinfacht würden. Von diesen Veränderungen sei das US-Geschäft ausgenommen. Dieses wird über die Tochtergesellschaft Reynolds American Inc. betrieben.
Ein Fünftel der Stellen sollen reduziert werden
Das Unternehmen plane, seine weltweit 47.000 Stellen etwa um ein Fünftel zu reduzieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und verwies dabei auf eine interne Mitteilung des Konzerns. Bis Ende dieses Jahres wolle der Hersteller von Dunhill-Zigaretten rund 5.500 Stellen streichen und weitere 3.500 auslagern. Das Unternehmen selbst machte dazu keine Angaben.
British American Tobacco hat in vielen seiner Märkte mit einer sinkenden Nachfrage nach traditionellen Zigaretten zu kämpfen und muss gleichzeitig in Nikotinalternativen investieren. Wie ihr Konkurrent Philip Morris International Inc. wollen die Briten mehr als die Hälfte ihrer Erlöse mit alternativen Nikotinprodukten wie Vuse-E-Zigaretten und Velo-Nikotinbeuteln erzielen. (awp/mc/pg)
