Lufthansa-Gruppe kündigt Sparwelle an – Swiss mit eigenem Programm

Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr. (Foto: © Deutsche Lufthansa AG/Oliver Roesler)

Zürich – Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss und die Edelweiss gehören, kündigt intern neue Sparmassnahmen an. Demnach würden ab sofort keine neuen Mitarbeitenden mehr eingestellt, wie es in einem dem «Blick» vorliegenden Schreiben an die Belegschaft heisst.

Ausserdem sind laut dem Schreiben Geschäftsreisen mit Hotelaufenthalt nicht mehr erlaubt. Gespart werde auch bei Weiterbildungen, Team-Events und Projekten. Begründet wird der Schritt laut dem «Blick» mit der «steigenden ökonomischen Unsicherheit». Die Lufthansa-Gruppe beschäftigt insgesamt über 100’000 Mitarbeitende.

Die Massnahmen betreffen auch die Swiss. Dies bestätigte die Schweizer Fluglinie am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Allerdings enthalte das Schreiben keine grundsätzlich neuen Informationen: «Über diese Punkte hatte unser CEO Jens Fehlinger unsere Mitarbeitenden bereits vor einiger Zeit in einem internen Video informiert», so ein Sprecher.

Die Punkte seien Teil der Massnahmen, die die Swiss unabhängig vom heutigen Schreiben bereits umsetze. Dazu gehöre unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm.

Abgangsangebot für Flugbegleiter läuft
Im März teilte die Airline zudem mit, dass alle rund 4000 Kabinenmitarbeitenden an der Basis in Zürich ein «Angebot eines freiwilligen Abgangs» erhalten hätten. Dies gehe mit einer entsprechenden Entschädigung einher. «Das Angebot ist auf positive Resonanz gestossen», sagt der Swiss-Sprecher nun. Einige der Mitarbeitenden hätten das Angebot bereits in Anspruch genommen.

Kabinenmitarbeitende, die ihr Arbeitsverhältnis bis zum 30. April freiwillig beenden, erhalten demnach eine pensumsbereinigte Pauschale von 15’000 Franken. Voraussetzung ist, dass die Mitarbeitenden das Unternehmen bis spätestens Ende August 2026 verlassen.

Die Airline zeigt sich zuversichtlich, den Personalüberhang in der Kabinenbesatzung mit diesen Massnahmen abbauen zu können. Kündigungen seien nicht vorgesehen und «das letzte Mittel», falls die freiwilligen Massnahmen keine ausreichende Wirkung zeigten, bekräftigte der Sprecher. (awp/mc/pg)

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