Trump von Vorstoss für mehr Arktis-Sicherheit unbeeindruckt

US-Präsident Donald Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. (Official White House Photo)

Washington – US-Präsident Donald Trump lässt sich von seinem Gebietsanspruch auf Grönland durch Vorstösse von Nato-Staaten für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis nicht abbringen. An Bord der Air Force One konfrontierte ihn eine Journalistin damit, dass Grossbritannien und Deutschland aktuell Pläne für mehr Schutz der Sicherheit in der Arktis im Nato-Rahmen diskutieren würden. Die Frage, ob das etwas an seiner Einschätzung ändere, verneinte Trump.

«Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht», betonte er mit Vokabular eines Geschäftsmanns. Trump machte dabei klar, dass es ihm darum gehe, Grönland langfristig zu besitzen. Einmal mehr rechtfertige er das damit, dass sich sonst China oder Russland die Insel einverleiben würden.

Mehrere Nato-Staaten wie Grossbritannien hatten sich zuletzt für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen «Arctic Sentry» (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hatte erst gerade grundsätzliche Bereitschaft für einen grösseren Beitrag Deutschlands zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt. Die richtigen Antworten müssten im Nato-Rahmen gefunden werden, sagte der CDU-Politiker, der auf Island einen Zwischenstopp auf dem Weg in die USA einlegte.

An diesem Montag empfängt US-Aussenminister Marco Rubio Wadephul in Washington. Trumps Drohungen gegen Grönland dürften dabei eine wichtige Rolle spielen. (awp/mc/ps)

Exit mobile version