US-Notenbanker besorgt über hohe Inflation

John Williams

John Williams, Präsident der regionalen Notenbank von New York.

Washington/New Jersey – In den USA haben sich Notenbanker besorgt über die vergleichsweise starke Teuerung gezeigt. Die Inflation sei «zweifellos erhöht», sagte der Präsident der regionalen Notenbank von New York, John Williams, am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in Jersey City. Angetrieben werde sie durch eine Reihe von Gründen. Williams verwies auf höhere Zölle und auf den Energieschock infolge des Iran-Konflikts.

Darüber hinaus habe auch der Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zur verstärkten Teuerung in den USA beigetragen, sagte Williams. In den vergangenen Monaten haben viele US-Technologiekonzerne dank des KI-Booms ihre Investitionen hochgefahren und damit für eine stärkere Nachfrage und steigende Preise gesorgt.

Weiterhin Risiken für allgemeine Preisentwicklung
Zwar hätten sich die Auswirkungen der Zölle durch die US-Regierung zuletzt abgeschwächt und die Energiepreise seien wieder gesunken, räumte Williams ein. Dennoch würden weiterhin Risiken für die allgemeine Preisentwicklung bestehen.

Auch der Notenbanker Austan Goolsbee erkannte eine besorgniserregende Entwicklung der Inflation im Bereich Dienstleistungen. Seiner Einschätzung nach könnte der jüngste Rückgang der Ölpreise die US-Wirtschaft beflügeln, sagte der Präsident der regionalen Notenbank von Chicago in der Nacht zum Freitag.

Laut jüngsten Daten ist die US-Inflation im Mai auf 4,2 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren. In der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank die Leitzinsen unverändert in der Spanne zwischen 3,50 Prozent und 3,75 Prozent belassen. (awp/mc/pg)

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