Volkswagen wird neuer Sponsor der UEFA

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(Logo: pd)

Wolfsburg – Volkswagen wird im Fussball-Sponsoring immer mehr zum «Big Player». Nach dem Deutschen Fussball-Bund (DFB) wird der kriselnde Mutterkonzern vom Bundesligisten VfL Wolfsburg künftig auch Partner der Europäischen Fussball-Union UEFA. Im Rahmen eines Vierjahresvertrages werde VW auch die Europameisterschaft 2020 begleiten, teilte der Automobilhersteller mit. Die EM wird anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Wettbewerbs erstmalig in 13 Ländern ausgetragen. Der Vertrag mit der UEFA gilt ab 2018.

Erst Mitte Juli hatte VW den Sponsoring-Vertrag mit dem DFB ab 2019 bekannt gegeben und den Konkurrenten Daimler abgelöst. Nun wird das Unternehmen aus Wolfsburg nach eigenen Angaben auch der neue «Mobilitätspartner» der UEFA für die Nationalmannschafts-Wettbewerbe und folgt damit ab dem kommendem Jahr dem südkoreanischen Konkurrenten Hyundai -Kia, der seit 2000 Partner der UEFA war.

Umfassendes Sponsoring-Paket
Neben der EM 2020 umfasst die Partnerschaft auch die Frauen-EM, die U21-Europameisterschaft, die Futsal-EM und die Finalspiele der neu geschaffenen UEFA Nations League, die ab 2019 ausgetragen werden. Das Paket enthält unter anderem Werbemassnahmen, digitale Rechte, Tickets und Hospitality-Möglichkeiten. Über 500 Spiele fallen in den Vertragszeitraum.

Weniger Giesskanne, mehr Gross-Events und Spitzenfussball
Das Engagement bedeutet nach der Affäre um manipulierte Abgaswerte und angesichts des daraus entstandenen Imageproblems für VW eine Abkehr vom bisherigen Prinzip des Sponsorings im Fussball: Weniger Giesskanne, mehr Gross-Events und Spitzenfussball. Noch vor zwei Jahren war das Unternehmen Sponsor bei insgesamt 16 Clubs allein in den ersten beiden Profiligen. Neben dem VfL Wolfsburg ist VW über Audi auch direkt am FC Bayern München beteiligt. Einige Verträge wurden zuletzt aber nicht verlängert. Bereits seit 2012 ist Volkswagen Sponsor des DFB-Pokals.

Pikant ist der neue Vertrag mit der UEFA, da der VfL während seiner Europapokalteilnahme in der Saison 2014/2015 noch Gegenstand von UEFA-Untersuchungen zum Thema Financial Fairplay war. Das immense finanzielle VW-Engagement, das zu dieser Saison auf rund 60 bis 70 Millionen Euro pro Jahr gekürzt worden sein soll, wurde letztlich aber nicht beanstandet. (awp/mc/pg)

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