Zürich – Cloud und KI werden zunehmend Teil öffentlicher Dienstleistungen, regulierter Prozesse und kritischer Abläufe. Damit geht digitale Souveränität heute über die Frage hinaus, wo Daten gespeichert werden. Organisationen benötigen auch Kontrolle darüber, wer auf ihre Systeme zugreifen und sie betreiben kann, wie sensible digitale Ressourcen geschützt werden, welche technologischen Abhängigkeiten relevant sind und wie sich kritische Dienste auch unter veränderten regulatorischen, geopolitischen, sicherheitsbezogenen oder technischen Rahmenbedingungen aufrechterhalten lassen.
Microsoft erweitert die Funktionen von Microsoft Sovereign Cloud mit einem Ansatz, der sich an den Anforderungen der jeweiligen Workloads orientiert. Statt für jede Anwendung dasselbe Bereitstellungsmodell vorauszusetzen, können Organisationen für jeden Workload das passende Mass an Kontrolle wählen, über Sovereign Public Cloud, Sovereign Private Cloud und das Sovereign Partner Ecosystem hinweg.
Marc Holitscher, National Technology Officer, Microsoft Schweiz: „Digitale Souveränität bedeutet, für jeden Workload das passende Mass an Kontrolle zu wählen, ohne dabei auf Innovationen in den Bereichen Cloud und KI verzichten zu müssen. Unsere Schweizer Rechenzentrumsregionen, erweiterte Kontrollmöglichkeiten beim Zugriff und bei der Datenverschlüsselung, Azure Local sowie unser Partnerökosystem bieten Unternehmen und Organisationen in der Schweiz genau diese Flexibilität.“
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Das Sovereign Control Panel macht Souveränitätskontrollen transparenter: Das Sovereign Control Panel geht zur Microsoft Ignite in die Public Preview und bietet eine zentrale Übersicht im Azure-Portal. Organisationen können damit ihre Souveränitätsanforderungen und bestehenden Kontrollen besser überblicken, Lücken und Risiken identifizieren und entsprechende Massnahmen ergreifen. Zudem unterstützt es die Planung der Geschäftskontinuität, indem Abhängigkeiten zwischen Workloads und deren Portabilität über verschiedene Betriebsumgebungen hinweg besser sichtbar werden.
- Neue Funktionen stärken die Kontrolle über Zugriffe, Daten und Verschlüsselung: Data Guardian bietet bei qualifizierten Remote-Zugriffen von Microsoft-Technikerinnen und -Technikern auf relevante Produktionssysteme in der EU und EFTA eine zusätzliche Prüfung durch einen vertrauenswürdigen EU-Partner mit Personal in Europa. Das Production Touch Ledger erstellt manipulationsgeschützte Nachweise dieser Zugriffe und der dabei durchgeführten Aktionen. External Key Management mit Azure Managed HSM ist jetzt allgemein verfügbar und bietet Organisationen eine weitere Option für Workloads, bei denen die physische Kontrolle über Root-Verschlüsselungsschlüssel außerhalb der Microsoft-Infrastruktur erforderlich ist.
- Sovereign Private Cloud erweitert lokale und vom Netzwerk getrennte Betriebsmodelle: Sovereign Private Cloud basiert auf Azure Local und bringt Microsoft Cloud-Funktionen in Umgebungen, die von Kunden selbst betrieben werden. Die Möglichkeit, Workloads vom verbundenen in einen vom Netzwerk getrennten Betriebsmodus zu überführen, geht in die Public Preview. Damit erhalten Organisationen mehr Flexibilität, kritische Dienste auch dann aufrechtzuerhalten, wenn sich Konnektivität oder betriebliche Anforderungen verändern.
- Mehr Daten-, Entwicklungs- und KI-Funktionen können lokal betrieben werden: Zu den neuen und erweiterten Funktionen gehören DocumentDB und Blob Storage auf Azure Local, GitHub Enterprise Local, GitHub Copilot mit lokal gehosteten Modellen sowie Foundry Local für verbundene und vom Netzwerk getrennte Betriebsmodelle. Damit haben Organisationen mehr Möglichkeiten, Daten, Code, KI-Modelle, Entwicklungstools und Anwendungen in Umgebungen zu betreiben, die sie selbst kontrollieren.
- Partner erweitern die Souveränitätsoptionen für Kunden: Das Sovereign Partner Ecosystem verbindet unabhängig betriebene Umgebungen, National Partner Clouds wie Bleu in Frankreich, auf digitale Souveränität spezialisierte Partner, Softwareanbieter und Partner für Plattform-Co-Innovation. Organisationen können damit Microsoft-Technologien mit lokaler Expertise, unterschiedlichen Betriebsmodellen und spezialisierten Lösungen kombinieren, abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Workloads.
Microsoft Sovereign Cloud führt diese Funktionen zu einem Kontinuum unterschiedlicher Kontrollmöglichkeiten über die Public Cloud, kundenseitig betriebene Umgebungen und das Partner-Ökosystem hinweg zusammen. Organisationen können diese Modelle innerhalb ihrer IT-Landschaft kombinieren und das Mass an Kontrolle an die Anforderungen ihrer Workloads anpassen, während sie weiterhin von Innovationen in Cloud und KI profitieren. (Microsoft/mc/hfu)
