VP Bank Sportanalyse Deutschland: Auftragseingänge legen im Februar zu

Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank. (Foto: VP Bank)

Von Thomas Gitzel, Chief Economist VP Bank

Die Auftragseingänge verbuchen im Februar vorläufigen Angaben zufolge ein Plus von 0.9% zum Vormonat.

Die Auftragseingänge legen im Februar wieder zu, doch die Scharte des Vormonats kann damit nicht ausgewetzt werden. Im Januar fielen die Auftragseingänge deutlich um 11.1% gegenüber dem Dezember. Die gute Nachricht ist allerdings, dass unter Herausrechnung von Grossaufträgen der Auftragszuwachs gegenüber dem Januar bei 3.5% liegt. Grossaufträge, die vor allem die Rubrik «Sonstiger Fahrzeugbau» betreffen, verbuchten derweil ein Minus.

Da die Inlandsaufträge um 4.4% im Monatsvergleich fielen und gleichzeitig die Auslandsaufträge um 4.7% zulegten, ist davon auszugehen, dass es vor allem im Rüstungsbereich im Februar zu weniger Bestellungen seitens der Bundesregierung kam.

Erfreulich ist derweil, dass sich der Automobilbau über mehr Aufträge freuen kann. Die deutschen Autobauer verbuchen im Februar ein Auftragsplus von 3.8%.

Auch wenn am heutigen Morgen nach dem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran erst einmal Durchatmen angesagt ist, die hohen Energiepreise haben bereits realwirtschaftlichen Schaden angerichtet. Zum einen sei in diesem Zusammenhang die Verunsicherung über die fragile geopolitische Situation zu nennen, zum anderen belasten die höheren Energiepreise bereits die Ertragssituation vieler Firmen.

Die weitere Frage ist demnach, inwieweit die Unternehmen wieder zu dem verhaltenen Optimismus zurückkehren, der zu Jahresbeginn wahrnehmbar war. Gerade die deutsche Industrie ist stark von der globalen Investitionslaune abhängig. Positiv wird im weiteren Jahresverlauf aber weiterhin wiegen, dass die öffentliche Hand die Unternehmen weiterhin mit Aufträgen versorgen wird.

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