Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Schwache Pharmatitel bremsen im SMI eine deutlichere Erholung etwas aus. Grundlegend helfen positive Vorgaben von der Wall Street, während in Asien die Märkte mehrheitlich nachgaben. Nach wie vor sorgen die hohen Anleiherenditen sowie die gestörte Energieversorgung durch den Nahostkonflikt für Kopfzerbrechen. Dabei helfen auch wohl weitere Truppenverlegungen der USA in die Region nicht.
Der Blick richtet sich aber hauptsächlich auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. «Starke Daten wären zwar ein Zeichen für eine robuste Konjunktur, könnten aber gleichzeitig die Renditen erneut nach oben treiben und damit unmittelbar negativ auf die Aktienmärkte durchschlagen», erklärt ein Händler. Zudem würde bei einer positiven Überraschung wohl die Zinserhöhungserwartungen an die US-Notenbank wieder akzentuiert.
SMI von Pharma gebremst
Der SMI steht gegen 09.15 Uhr um 0,11 Prozent auf 13’637,66 Punkte leicht im Plus. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,20 Prozent auf 3044,19 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 0,11 Prozent auf 19’351,87 Zähler.
Am Indexende fallen die Pharmawerte negativ auf. So geben Schwergewicht Roche (-1,2%) nach, auch Novartis (-0,5%) zeigen ein rotes Vorzeichen. Letztere bauen über ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Abogen Biosciences sein Portfolio von RNA-basierten Therapien aus. Die SMI-Aufsteiger Sandoz (-0,3%) und Galderma (-0,3%) liegen ebenfalls im Angebot.
Gefragt sind derweil Industriewerte wie ABB (+1,9%), aber auch Titel aus dem Bausektor wie Amrize (+1,6%), Geberit (+1,3%), Holcim (+0,9%) oder Sika (+1,4%).
Julius Bär (+2,1%) startet ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 600 Millionen Franken und hat zudem die Ausschüttungspolitik überarbeitet.
Derweil zieht Schindler (+1,4%) über mögliche Zukäufe nach, sollten die Wettbewerbsbehörden im Rahmen der geplanten Milliardenübernahme von TK Elevator durch Kone Verkäufe verlangen.
Die Papiere von Gurit fallen um 7,7 Prozent, nachdem die UBS das Rating auf «Neutral» von «Buy» herabgestuft hat. Auf Jahressicht hatten die Papiere sich zuvor verfünffacht. (awp/mc/pg)
