Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in die Sitzung gestartet. Nach drei Tagen mit steigenden Kursen kommt es damit bereits wieder zu ersten Gewinnmitnahmen. Nach unten stützen die drei defensiven Schwergewichte etwas ab. Die Stimmung dürfte angesichts der weiterhin hohen Zinsen für Staatsanleihen und der Probleme in Frankreich von Zurückhaltung geprägt sein, zumal konkrete Nachrichten zu einzelnen Unternehmen Mangelware sind. Die Berichtssaison zum dritten Quartal wird erst in der kommenden Woche für neue Impulse sorgen. Das grundsätzliche Problem bestehe in dem weiterhin ungelösten Konflikt im Nahen Osten, heisst es in einer Markteinschätzung von Swissquote.
Die Risiken für den Ölpreis wiesen weiterhin eher nach oben. Damit bleibe auch der Inflationsdruck im Bewusstsein der Investoren, so die Onlinebank. In Kombination mit den hohen Zinsen für Staatsanleihen könne dies Druck auf verschiedene Anlageklassen ausüben, insbesondere auf solche, die nicht in Verbindung mit KI stünden. Neue Denkanstösse von der Konjunkturfront könnte es allenfalls mit der nach Börsenschluss terminierten Publikation des Protokolls der letzten Zinssitzung der US-Notenbank geben, vor allem natürlich mit Blick auf die Zinspläne des Fed für die Sitzung von Ende Oktober.
Nur vorübergehende Entspannung beim Ölpreis
Der Ölpreis hatte sich am Vortag bis Richtung 97 Dollar für die Sorte Brent zwar etwas abgeschwächt, die zunehmenden Kämpfe im Jemen und die Gefahr weiterer Angriffe verhinderten jedoch stärkere Preisverluste und der Preis notiert mittlerweile wieder über 101 US-Dollar.
Der SMI steht gegen 09.15 Uhr 0,07 Prozent tiefer bei 13’779,13 Punkten. Von den 20 Einzelwerten geben 23 nach, 7 legen zu. Der Mid-Cap-Index SMIM büsst 0,40 Prozent auf 3055,11 Punkte ein und der breite SPI 0,15 Prozent auf 19’532,68 Punkte.
Die stärksten Abgaben weisen derzeit ABB (-1,4%) auf. Die Titel bleiben mit einem Plus von beinahe 40 Prozent aber weiterhin unangefochtener Leader im Jahresrennen.
Leicht überdurchschnittliche Verluste verzeichnen zudem die baunahen Werte Geberit (-0,5%), Amrize und Holcim (je -0,7%).
UBS (-0,6%) erhalten zumindest vorerst von einer Kurszielerhöhung durch die Deutsche Bank und deren Bestätigung der Kaufempfehlung kaum nennenswerte Impulse.
Ein stärkeres Absinken des Gesamtmarktes verhindern die Gewinn der Schwergewichte Novartis (+0,6%), Roche (+0,6%) und Nestlé (+0,2%).
Im breiteren Markt rücken Avolta (+0,5%) gegen den Trend etwas vor, gestützt von einem neuen langfristigen Vertrag für Duty-Free-Flächen am Flughafen Seattle-Tacoma. (awp/mc/ps)
