Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt sollten sich Investoren am Mittwoch auf einen zähen Handelsverlauf einstellen. Im frühen Geschäft bewegt sich der Leitindex SMI in einer engen Spanne um den Vortagesschlusskurs. Bevor die US-Notenbank Fed am Abend nach dem hiesigen Börsenschluss ihren Zinsentschied verkündet, dürften sich die Anleger zurückhalten, heisst es am Markt. Dabei ist eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte eingepreist. Als tendenziell stützend werten Börsianer derweil den leichten Rückgang der Ölpreise sowie der Renditen bei US-Staatsanleihen.
Generell hätten Themen wie Zinsdruck, Nahostrisiken und KI-Zweifel aber die Märkte auch weiterhin fest im Griff, kommentiert ein Händler. Mit Blick auf das Fed dürfte die eigentliche Botschaft jedoch erst nach dem Zinsentscheid fallen. «Anleger dürften die Pressekonferenz mit Kevin Warsh nach geldpolitischen Hinweisen abklopfen und auf die Goldwaagen legen.» Bereits jeder Halbsatz zu Inflation und Zinsen dürfte bei Anlegern den Adrenalinpegel hochtreiben.
Der SMI gewinnt gegen 09.20 Uhr 0,19 Prozent hinzu auf 13’834,95 Punkte. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,29 Prozent auf 3015,89 Punkte und der breite SPI um 0,30 Prozent auf 19’514,25 Zähler.
Das Gewinnerfeld führen ABB mit +1,3 Prozent an. Massgebliche Stützen sind allerdings vor allem die Kursgewinne der beiden Pharma-Schwergewichte Roche und Novartis (beide +0,6%).
Das Gegenstück bilden Logitech (-1,2%) und Partners Group (-0,5%). Auch das dritte Schwergewicht, Nestlé, ist mit -0,5 Prozent unter den Verlierern zu finden. Richemont wiederum (-1,6% oder -2,75 Fr.) sind nur optisch tiefer, da sie ex-Dividende gehandelt werden (4,30 Fr.).
In den hinteren Reihen fallen Cicor (+5,4%) auf, nachdem das Unternehmen Grossaufträge im europäischen Verteidigungsmarkt an Land gezogen hat. Bei SIG (-2,1%) sorgt ein Kommentar von JPMorgan derweil für leichte Verstimmung. (awp/mc/ps)
