EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 1,0% auf 3’166 Punkte

Boerse

London – Eine neue Gesprächsrunde im Handelsstreit zwischen den USA und China hat am Montag an den Börsen Europas neue Hoffnungen geweckt. Die Anleger seien weiterhin eher optimistisch gestimmt, dass es eine Einigung geben werde, sagte Analyst David Madden von CMC Markets in London. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, legte um 0,96 Prozent auf 3165,61 Punkte zu.

Der Pariser Cac 40 stieg um 1,06 Prozent auf 5014,47 Punkte und der britische FTSE 100 legte um 0,82 Prozent auf 7129,11 Punkte zu.

Vertreter aus den USA und China waren in Peking zusammengekommen, um den Besuch einer hochrangigen US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag und Freitag vorzubereiten. Zurzeit herrscht eine Art Waffenstillstand im Handelskrieg. Bis Anfang März soll es nicht zu weiteren Sonderzöllen oder einer Erhöhung von Zöllen kommen. Präsident Donald Trump hatte zuletzt gesagt, er wolle ein «umfassendes Abkommen».

Unter den insgesamt 19 Branchenindizes gab es an diesem Montag keine Verlierer. Die geringsten Gewinne verbuchte die Bergbaubranche mit plus 0,2 Prozent, die höchsten der Mediensektor mit plus 1,4 Prozent.

Besonders gefragt waren zudem Aktien aus der Bankenbranche. Geldhäuser Italiens und Spaniens haben nach eigener Aussage die Kapitalanforderungen der Europäischen Zentralbank zuletzt übertroffen. In Mailand sprangen die Papiere von Banco BPM um 7 Prozent hoch, UBI Banca um 3 Prozent und Unicredit um knapp 2 Prozent.

Die im EuroStoxx vertretenen spanischen Banken Santander und BBVA legten um jeweils etwas mehr als 1 Prozent zu. In der Vergangenheit hatten Bedenken der Investoren über eine möglicherweise zu dünne Kapitaldecke vieler Banken der Eurozone-Peripherie die Kurse der südeuropäischen Bankaktien immer wieder belastet.

Nach zwei verlustreichen Handelstagen holten zudem Europas Chip-Aktien wieder auf: Die Papiere von STMicroelectronics legten um 2,7 Prozent zu und die Titel des Branchenausrüsters ASML gewannen 0,7 Prozent.

Die Papiere von Airbus stiegen um 2,1 Prozent. In den kommenden fünf Jahren sollte der operative Gewinn des Flugzeugbauers schneller steigen als in der Vergangenheit, während die Produktrisiken abnähmen, urteilte Analyst Chris Hallam von Goldman Sachs und hob die Papiere auf die «Conviction Buy Liste» für besonders empfehlenswerte Aktien.

In London profitierten zudem die Anteile des Reiseunternehmens Tui von einem positiven Analystenkommentar der Bank of America /Merrill Lynch und legten um knapp 5 Prozent zu. Die Analysen der US-Bank nahmen die Bewertung der Aktie wieder auf und empfehlen sie zum Kauf. (awp/mc/ps)

Euronext

Exit mobile version