EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,4% auf 3’051 Punkte

Boerse

London – Die Beilegung des Haushaltsstreits zwischen Italien und der EU-Kommission hat am Mittwoch für ein wenig Optimismus an Europas Börsen gesorgt. Vor allem an der Mailänder Börse stiegen die Kurse teils kräftig. Aber auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte ein Plus von 0,37 Prozent auf 3051,38 Punkte. Der Euro wertete deutlich auf.

Rom und Brüssel haben ihren Disput in puncto Staatsverschuldung zunächst beendet. «Die heutige Einigung ist nicht ideal», räumte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis ein. Ein Defizitverfahren könne damit jedoch vermieden werden – vorausgesetzt, die italienischen Zugeständnisse würden umgesetzt. Die Regierung in Rom feierte die Lösung als Erfolg.

Der Mailänder Leitindex FTSE-MIB legte mit einem Plus von mehr als anderthalb Prozent unter allen grossen europäischen Börsen am stärksten zu. Die zahlreichen Bankenaktien in dem Index zählten zu den grössten Gewinnern, halten die Geldhäuser Italiens doch in grossem Stil italienische Staatspapiere. Deren Kurse stiegen am Mittwoch kräftig, zehnjährige Anleihen auf den höchsten Stand seit Anfang September.

In Paris rückte der Cac 40 um 0,49 Prozent auf 4777,45 Zähler vor. Der Londoner FTSE 100 stieg doppelt so stark um knapp 1 Prozent auf 6765,94 Zähler. Er profitierte vom schwachen Pfund, das nach der Einigung im Streit um den Haushalt Italiens gegen den Euro an Boden verlor. Mit einem schwachen Pfund verbessern sich tendenziell die Exportchancen britischer Unternehmen.

Im europäischen Branchenvergleich lagen die Rohstoffproduzenten mit einem Plus mewhr als eineinhalb Prozent vorn. Die grossen, in London gelisteten Bergwerksgesellschaften profitierten von der kräftigen Erholung der Preise für Öl und Gas, Edelmetalle und Industriemetalle wie Kupfer und Nickel. Aktien von Rio Tinto , Glencore , Anglo American und BHP Billiton gewannen deutlich. Am Ende des Sektortableaus fanden sich die Hersteller von Industriegüter. Der Index verlor moderat.

In London zogen die Anteilsscheine von GlaxoSmithKline (GSK) die Blicke auf sich und sprangen um fast 4 Prozent hoch. Der britische Pharmakonzern und der US-Pharmariese Pfizer bündeln ihre Geschäfte mit rezeptfreien Mitteln. Analysten begrüssten das Einsparpotential und die Chance auf höhere Margen. (awp/mc/ps)

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