Europa-Schluss: Börsen brechen wegen Iran-Krieg ein

Börse Europa

(Adobe Stock)

Paris/London/Zürich – An den europäischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag die Talfahrt im Zuge des Iran-Kriegs beschleunigt. Dieser werde politisch als Eskalation wahrgenommen – an den Finanzmärkten sei er vor allem ein Energie-, Inflations- und Zinsereignis, schrieb Beat Thoma, Anlagechef des Vermögensverwalters Fisch Asset Management.

Entscheidend sei die Strasse von Hormus: Ein beträchtlicher Teil des globalen Ölflusses sowie relevante LNG-Mengen liefen durch dieses Nadelöhr. «Bleibt der Seeweg länger gestört, droht nicht nur ein Ölpreisschub, sondern auch ein Gas-/LNG-Schock», fuhr der Experte fort. Gerade letzteres sei in Europa oft der sensiblere Treiber für Inflationserwartungen und langfristige Renditen.

Der EuroStoxx50 fiel um 3,59 Prozent auf 5.771,73 Punkte und erreichte damit das Niveau von Ende letzten Jahres. Der Eurozonen-Leitindex verzeichnete zudem den grössten prozentualen Tagesverlust seit Anfang April. Seinerzeit hatten die Zollankündigungen des neuen alten US-Präsidenten Donald Trump die Aktienmärkte in Aufruhr versetzt.

Ausserhalb der Eurozone büsste der britische Leitindex FTSE 100 am Dienstag 2,75 Prozent auf 10.484,13 Punkte ein. Der Schweizer SMI verlor 3,10 Prozent auf 13.404,93 Punkte. (awp/mc/pg)

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