Paris / London / Zürich – Die europäischen Börsen haben am Mittwoch wieder zugelegt und damit das Auf und Ab der Vortage fortgesetzt.»Die Börsen schwanken derzeit zwischen geopolitischer Nervosität im Iran-Krieg, Zinssorgen, Hoffnung auf diplomatische Entspannung und wachsender KI-Begeisterung», stellte Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research, fest.
Der EuroStoxx 50 stieg am späten Vormittag um 0,79 Prozent auf 6.111,84 Punkte. Ausserhalb der Eurozone notierte der britische FTSE 100 kaum verändert. Der Schweizer SMI kletterte um 0,62 Prozent auf 13.609,89 Punkte.
Stärkster Sektor waren die Autowerte, die sich von den Verlusten am Vortag erholten. Der Automarkt der EU hatte im April weiter zugelegt. Die Erstzulassungen von Pkw waren gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 972.314 Fahrzeuge gestiegen, wie der Herstellerverband Acea mitgeteilt hatte. Renault gewannen 4,4 Prozent.
Im Technologiesegment verzeichneten Halbleiterwerte Gewinne. ASML zogen um 1,6 Prozent an. US-Halbeiterwerte hatten gute Vorgaben geliefert, allen vor an Micron Technologies, die nach einer Empfehlung durch die UBS einen Kurssprung hingelegt hatten. Zudem hatten mit SK Hynix und Samsung zwei asiatische Schwergewichte aus dem Segment neue Hochs verzeichnet.
Im Chemiesektor fielen Aktien von Akzo Nobel mit einem Kurssprung von über 17 Prozent auf. Das Unternehmen hatte bestätigt, ein Übernahmeangebot von Nippon Paint Holdings und Sherwin-Williams Company zurückgewiesen zu haben. Der gebotene Preis bilde den Wert von Akzo Nobel und dessen langfristige Perspektiven, einschliesslich der Vorteile der empfohlenen Fusion mit Axalta, bei weitem nicht angemessen ab, hiess es zur Begründung.
Am Ende des Feldes rangierten dagegen die Ölwerte. Die Ölpreise verlieren heute deutlich und geben damit einen Teil der Gewinne vom Dienstag wieder ab. (awp/mc/ps)
