Europa-Verlauf: Leichte Verluste – im Bann der Unsicherheit

Börse Europa

(Adobe Stock)

Paris/London/Zürich – Die europäischen Börsen haben am Mittwoch nach der Erholung am Vortag wieder geschwächelt. «Die Situation im Nahen Osten führt über die Energiepreise zu massiven Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft», warnte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. «Das grösste Problem ist und bleibt weiterhin die Unsicherheit, und dadurch verpuffen Hilfsmassnahmen wie eine potenzielle Auflösung von Ölreserven der Länder schnell.»

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx50 sank am späten Vormittag um 0,56 Prozent auf 5.804,72 Punkte. Ausserhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 um 0,82 Prozent auf 10.327,11 Punkte nach. Der Schweizer SMI büsste 0,67 Prozent auf 12.977,46 Zähler ein.

Die Skepsis des Marktes spiegelte sich nicht zuletzt in den Gewinnen der Ölwerte wider. Die Ölpreise haben wegen der Sorge vor einer längeren Unterbrechung von Öllieferungen durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf nun wieder zugelegt. Der Preisrückgang, der am Montag eingesetzt und sich am Dienstag fortgesetzt hatte, war damit vorerst zu Ende.

Vergleichsweise gut hielten sich auch Einzelhandelstitel. Gewinne des Schwergewichts Inditex stabilisierten den Sektor. Der spanische Textilhändler hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 etwas mehr verdient als gedacht. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen zudem darauf, dass sich das laufende Geschäft im Februar und Anfang März besser als erwartet entwickelt habe. Die Aktie sei günstig bewertet und biete derzeit eine interessante Einstiegsgelegenheit. Inditex stiegen um knapp zwei Prozent.

Auf der Verliererseite standen dagegen diejenigen Sektoren, die unter dem Ölpreisanstieg und dessen Folgen am stärksten leiden. «Am einfachsten lässt sich dies derzeit bei den Fluggesellschaften erkennen, die unter erheblich gestiegenen Kerosinpreisen leiden», so Lipkow. «Diese Kausalität zieht sich durch weitere Sektoren, von der Logistik bis hin zur Chemiebranche.» Deutlich im Minus standen auch die zinssensiblen Immobilienwerten, die unter den Inflationssorgen und den damit verbunden Zinsängsten litten. (awp/mc/pg)

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