Europa-Verlauf: Ruhiger Wochenstart

Börse Europa

(Adobe Stock)

Paris/London/Zürich – Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine grossen Sprünge gemacht. Die Börsen reagierten damit wenig auf das aktuelle Spannungsfeld, bestehend aus nachlassenden Befürchtungen hinsichtlich einer bevorstehenden Zinserhöhung in den USA und der anhaltenden Unsicherheit mit Blick auf den Nahost-Konflikt.

Der Iran hatte am Samstag Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr gedämpft. Die Führung in Teheran forderte von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. «Noch setzt die Mehrheit der Investoren auf eine diplomatische Lösung, aber die Situation bleibt insgesamt weiterhin undurchsichtig und schwierig», kommentierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets.

Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,3 Prozent auf 6.541 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex für die Eurozone ein Rekordhoch erklommen und einen Wochengewinn von mehr als zweieinhalb Prozent verzeichnet.

Ausserhalb der Euroregion war die Tendenz am Montag uneinheitlich: Während der Schweizer Leitindex SMI um 0,1 Prozent auf 14.565 Punkte zulegte, sank der britische FTSE 100 um 0,3 Prozent auf 10.872 Punkte.

Aus Branchensicht waren Technologiewerte europaweit am meisten gefragt. So gehörten die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters ASML mit einem Kursplus von 2,7 Prozent zu den stärksten Aktien im EuroStoxx 50. Die Titel des Chipkonzerns STMicro verteuerten sich um 2,1 Prozent.

Auch der Rohstoffsektor präsentierte sich in guter Form. Für die Titel von Glencore und die BHP Group ging es um 2,3 beziehungsweise 3,3 Prozent nach oben.

Ansonsten war die Lage am Montag aus Unternehmenssicht nachrichtlich sehr dünn gesät. An der Schweizer Börse brachen die Papiere von Aryzta um knapp 13 Prozent ein. Das Backwaren-Unternehmen enttäuschte mit seinen Halbjahreszahlen. Vor allem beim organischen Wachstum wurden die Erwartungen klar verfehlt. Die Wachstumsflaute geht insbesondere auf das schwache Deutschland-Geschäft zurück, in dem der Konzern nun «alle Optionen» prüft. (awp/mc/pg)

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