Europa-Verlauf: Stabil nach jüngstem Kursrutsch im Zuge der Eskalation im Iran

Börse Europa

(Adobe Stock)

Paris / London / Zürich – Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag wieder zugelegt und sich damit nach den kräftigen Verlusten am Vortag stabilisiert. «Die Börse erhält derzeit widersprüchliche Signale», beschrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets die Lage. «Einerseits sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten für Unsicherheit, andererseits gibt es Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung.»

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte am Mittag um 0,61 Prozent auf 6.242,88 Punkte zu. Ausserhalb des Euroraums tendierte der Schweizer SMI kaum verändert. Der britische FTSE 100 sank wegen der Verluste der Ölwerte und des Schwergewichts Astrazeneca um 0,8 Prozent auf 10.404,75 Punkte.

Gefragt waren Sektoren, die am Vortag unter Druck geraten waren. Stärkster Sektor waren die zuletzt gefallenen Rohstoffaktien, auch Bankaktien und Technologietitel verzeichneten Gewinne. ASML kletterten im Sog guter Vorgaben der asiatischen Halbleiter- und KI-Aktien um zwei Prozent. STMicro zogen um 3,8 Prozent an.

Am Ende des Feldes bewegten sich unterdessen die am Vortag starken defensiven Titel, allen voran die Pharmaaktien. Hier belastete auch der Einbruch von Astrazeneca, die um fast zehn Prozent nachgaben. Der Rücksetzer erfolgte auf enttäuschende Studiendaten in einer Phase-III-Studie. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem überraschenden Rückschlag. Die Experten von JPMorgan rechnen mit einer leichten Anpassung der Konsensschätzungen nach unten.

Ungewöhnlich stark präsentierten sich dagegen Wolters Kluwer mit 4,4 Prozent Aufschlag. Die US-Bank JPMorgan hatte das Kursziel von 73 auf 87 Euro angehoben und die Aktie von «Neutral» auf «Overweight» hochgestuft. Die Papiere seien attraktiv bewertet, schrieb Analyst Daniel Kerven. (awp/mc/ps)

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