London – Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordsee Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 93,50 US-Dollar und damit 0,8 Prozent weniger als am Vorabend.
Am Montag war der Brent-Preis wegen der Eskalation der Lage im Nahen Osten am Wochenende zunächst um bis zu fünf Prozent auf etwas mehr als 98 Dollar gestiegen; im Handelsverlauf schmolzen die Gewinne wegen positiv aufgenommenen Nachrichten aus der Krisenregion deutlich auf nur noch etwas mehr als ein Prozent ab.
Die Erzfeinde Iran und Israel haben ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstössen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.
In den ersten Monaten des Jahres hatte die Eskalation im Nahen Osten den globalen Ölmarkt regelrecht erschüttert. Zwischenzeitlich ist der Ölpreis der Sorte Brent auf mehr als 120 Dollar pro Barrel gestiegen. Die weitgehende Blockade des Seewegs in der Strasse von Hormus durch den Iran gilt als grösste Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts.
Vom Jahreshoch von 126,41 Dollar ist der Brent-Preis Ende April inzwischen wieder mehr als ein Viertel gefallen. Allerdings liegt er mit den aktuell rund 93,50 Dollar knapp 30 Prozent über dem Niveau, das er vor dem Angriff der USA und Israel auf den Iran hatte. (awp/mc/ps)
