Ölpreise geben etwas nach

Oil

(Photo by Zachary Theodore on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise haben am Dienstag etwas nachgegeben. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 113,22 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 83 Cent auf 109,46 Dollar.

Belastet wurden die Anleihen durch die trübe Stimmung an den Aktienmärkten. Am Nachmittag kamen schwache Konjunkturdaten aus den USA hinzu. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global trübte sich im Mai überraschend deutlich ein. Zudem schwächt sich der für die US-Konjunktur wichtige Immobilienmarkt erneut ab. So sind die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen. Die steigenden Hypothekenzinsen und die gestiegenen Preise lasten auf dem Markt. Ein schwächeres US-Wirtschaftswachstum dämpft auch die Nachfrage nach Rohöl.

«Das Auf und Ab am Ölmarkt setzt sich fort», kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Handelsgeschehen. Der Ölmarkt befinde sich nach wie vor in einem Spannungsfeld zwischen den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine und harten Massnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus auf der einen Seite und der Sorge vor einem knappen Angebot auf der anderen Seite.

Unterstützung erhalten die Ölpreise seit längerem durch das deutlich verminderte Ölangebot aus Russland – eine Folge scharfer Sanktionen des Westens gegen Russland wegen des Kriegs gegen die Ukraine. Zuletzt hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ein Öl-Embargo gegen Russland nach eigenen Worten «in greifbarer Nähe» gesehen. (awp/mc/ps)

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