Ölpreise geben nach deutlichen Vortagsgewinnen etwas nach

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(Pexels)

New York / London – Die Ölpreise haben am Dienstag nach deutlichen Vortagesaufschlägen etwas nachgegeben. Die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hatte am Vortag die Preise stark noch oben getrieben. Am Montag setzte eine leichte Gegenbewegung ein. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel um 1,12 Prozent auf 113,13 US-Dollar. Allerdings hatte der Brent-Preis am Montagmorgen noch bei rund 106 Dollar gelegen.

Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung, nachdem der Iran als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen und damit in Brand gesetzt hatte. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative.

«Die Angriffe deuten allesamt darauf hin, dass der Waffenstillstand bröckelt», sagte Saul Kavonic, leitender Energieanalyst bei MST Marquee. «Der Ölpreis könnte deutlich ansteigen, sollte der Krieg wieder aufflammen und vor allem, wenn es zu weiteren Schäden an der Öl-Infrastruktur kommt.» Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat der Ölpreis um über 40 Dollar zugelegt.

Trump drohte dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung. Der Iran werde «von der Erde gefegt», sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Strasse von Hormus im Einsatz seien, zitierte ihn der Sender Fox News. (awp/mc/ps)

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