New York / London – Die Ölpreise sind am Montag mit der Hoffnung auf Fortschritte bei den Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs den vierten Handelstag in Folge gesunken. Im Tagesverlauf weiteten die Notierungen ihr Minus aus. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November wurde zu 101,15 US-Dollar gehandelt und damit etwa zweieinhalb Prozent niedriger als Freitag. Zeitweise erreichte die Notierung ein Tagestief bei 100,20 Dollar.
US-Präsident Donald Trump sagte dem Fernsehsender Fox News, dass er «wahrscheinlich» zu einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pezeshkian am Rande der UN-Generalversammlung in New York bereit sei. Trump wird zudem ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping abhalten und womöglich mit Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten zusammentreffen.
Darüber hinaus gab es Meldungen, dass saudische Öllieferungen wieder verstärkt die Strasse von Hormus passieren können. Die Aussicht, dass wieder mehr Rohöl auf den Weltmarkt gelangt, belastet die Ölpreise. Dagegen liessen Meldungen über schwere Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung im Jemen die Spekulanten am Ölmarkt erst einmal kalt.
«Der Markt geht von einer Phase mit einer sich verschlechternden Versorgungslage in eine Phase über, in der das Schlimmste der Verknappung möglicherweise vorüber ist», sagte Analystin Xuyi Zhao vom chinesischen Handelshaus, Guotai Junan Futures. Der Brent-Preis dürfte sich ihrer Einschätzung zufolge um die Marke von 100 Dollar einpendeln, da die Voraussetzungen für einen anhaltenden Abwärtstrend noch nicht gegeben seien. (awp/mc/ps)
