New York/London – Die Ölpreise haben am Montag im Mittagshandel ihre Aufschläge deutlich ausgeweitet. Eine Zuspitzung an der Strasse von Hormus treibt die Preise deutlich nach oben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um 4,18 Prozent auf 112,57 US-Dollar.
Iranische Streitkräfte wollen US-Verbände daran gehindert haben, in die Strasse von Hormus einzufahren. Durch Warnungen seien die «feindlichen Zerstörer» an der Einfahrt gehindert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Die Nachrichtenagentur Tasnim kündigte an, zeitnah nähere Details zu berichten. Unabhängig konnten die Angaben nicht überprüft werden. Vor der Meldung hatte Brent noch unter 110 Dollar notiert.
Die USA wollten heute eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative «Projekt Freiheit» drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Die iranische Militärführung warnte jedoch, ausländische Streitkräfte anzugreifen, sollten diese versuchen, die Meerenge zu durchfahren.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran zu einem Ende des Kriegs im Nahen Osten gelten als festgefahren. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2022 gestiegen. (awp/mc/pg)
