London – Die Ölpreise haben am Dienstag nach dem scharfen Rückgang zum Wochenstart wieder zugelegt. Die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg hatte die Ölpreise am Montag kräftig nach unten gedrückt. Nun wachsen aber erneut die Zweifel. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September 85,26 US-Dollar und damit 1,75 Prozent mehr als am Vortag. Mit dem Niveau liegt der Preis für die weltweite Referenzsorte rund 17 Prozent unter dem in der zweiten Juli-Hälfte erreichten Zwischenhoch von etwas mehr als 100 Dollar.
Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Strasse von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden. Vor der Küste des Omans traf ein «unbekanntes Geschoss» den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte.
Laut Trump geht es in laufenden Gesprächen um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt. Diplomatische Gespräche mit dem Iran bezeichnete Trump als «letzte Chance». Angesichts der festgefahrenen Lage im Iran-Krieg baut der US-Präsident damit die nächste Drohkulisse auf. (awp/mc/ps)
