New York / London – Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt. Vor allem die gestiegene Gefahr eines Kriegs zwischen dem Iran und den USA stützt laut Händlern die Preise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,01 US-Dollar. Das waren 0,66 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 67 Cent auf 65,86 Dollar.
Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten statt. Im Januar liess Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Die USA wollen vor allem verhindern, dass der Iran in den Besitz einer Atombombe kommt. Trump drohte der iranischen Führung mit militärischem Eingreifen und liess die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Das Land ist ein wichtiges Ölförderland.
Die zweitägigen Genfer Verhandlungen Russlands und der Ukraine über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges waren am Mittwoch ohne greifbares Ergebnis beendet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Russland über eine Beendigung des Kriegs erneut in der Schweiz. Russland hat bisher weder einen Ort noch einen Termin bestätigt. (awp/mc/ps)
