London – Die Ölpreise sind am Montag massiv unter Druck geraten. Im frühen Handel weiteten die Notierungen im Sog von schwachen Rohstoffmärkten ihre Verluste aus. So haben sich an den Edelmetall-Märkten die Turbulenzen vom Wochenausklang fortgesetzt. Zudem lasten die neuesten Entwicklungen in der Iran-Krise auf dem Ölmarkt.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 65,64 US-Dollar. Das waren 3,68 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 3,57 US-Dollar auf 61,64 Dollar. Am Freitagnachmittag hatten die Ölpreise noch leicht zugelegt.
Wichtigster Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt bleibt die Lage im Iran. Inmitten wachsender Kriegssorgen hat Irans oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation gewarnt. Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt wieder gewachsen.
US-Präsident Donald Trump hat der Staatsführung in Teheran mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Trump hatte den Druck auf Teheran zuletzt erhöht. Es seien weitere Kriegsschiffe Richtung Iran unterwegs – «und hoffentlich werden wir einen Deal machen», sagte der US-Präsident im Weissen Haus am Freitag. (awp/mc/ps)
