New York / London – Die Ölpreise sind am Dienstag nach einem kräftigen Anstieg am frühen Abend des Vortags etwas zurückgekommen. Sie entfernen sich damit weiter von ihrem jüngsten Sechsmonatshoch. Im frühen Handel wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zu 114,93 Dollar gehandelt und damit 0,76 Prozent tiefer als am Vortag. Einen Grund für die starke Aufwärtsbewegung über 117 US-Dollar am Montagabend war am Markt nicht bekannt. Am Dienstag überwiegt wieder die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Krieg zwischen den USA und dem Iran und dem damit verbundenen Konflikt am Persischen Golf.
Hochrangige Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei reisten am Montag zu Gesprächen nach Teheran. Die Teilnehmer hätten sich auf weitere Verhandlungen verständigt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRIB.
Zudem will der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag am Rande eines Energiegipfels in Moskau mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian sowie dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, zusammentreffen. Russland ist während des seit Monaten andauernden Konflikts ein wichtiger Verbündeter Teherans gewesen.
Trotz der diplomatischen Bemühungen bleiben die Risiken für den Ölmarkt hoch. Zwar haben sich die Rohöllieferungen inzwischen wieder etwa auf das Vorkriegsniveau erholt, die Transportkosten sind jedoch weiterhin hoch.
Brent-Öl hat sich seit Jahresbeginn um fast 90 Prozent verteuert. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat die Energielieferungen beeinträchtigt und auch die Huthi im Jemen in den Konflikt hineingezogen. Die Miliz hat wiederholt Saudi-Arabien angegriffen. (awp/mc/ps)
