New York / London – Die Ölpreise sind am Montag nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November legte um anderthalb Prozent auf 90,77 US-Dollar zu. Zeitweise war die Notierung im frühen Handel bis knapp unter 91 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit einer Woche.
Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, heisst es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone. Allerdings habe sich der Preisanstieg am Ölmarkt in Grenzen gehalten. «Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben», schreiben die Experten.
Erstmals seit Ende Juli haben die US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der Strasse von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf Stützpunkte des US-Militärs.
Der Iran-Krieg hatte die Ölpreise im Frühjahr stark nach oben getrieben. Zeitweise hatte Rohöl der Sorte Brent mehr als 120 Dollar je Barrel gekostet. Nachdem die Notierungen im Frühsommer mit der Aussicht auf ein Ende des Kriegs vorübergehend bis auf 70 Dollar gefallen waren, sind sie zuletzt wieder gestiegen, nachdem sich eine Verhandlungslösung weiterhin nicht abzeichnet. (awp/mc/ps)
