Ölpreise steigen weiter – Märkte ignorieren US-Signal

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(Pexels)

London/New York – Die Ölpreise sind am Freitag trotz der Verlängerung eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran weiter gestiegen. Im frühen Handel kostet ein Fass Rohöl (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 109,46 Dollar. Das sind 1,4 Prozent mehr als am Vorabend.

Die Ankündigung, bis zum Ostermontag keine Angriffe auf iranische Kraftwerke durchzuführen, hat bisher keinen grösseren Einfluss auf die Preisentwicklung am Ölmarkt. Trump hatte zudem mitgeteilt, dass es «sehr gute» Gespräche mit dem Iran gebe.

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Strasse von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an – mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl. Zeitweise war der Preis für Rohöl aus der Nordsee bis knapp 120 Dollar gestiegen.

Die jüngsten Aussagen von Trumps nehmen «dem Markt kurzfristig etwas die Spannung», kommentierte Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING Bank. Allerdings seien nach ihrer Einschätzung bereits rund 8 Millionen Fass pro Tag an Fördermengen ausgefallen und ein deutlich grösseres Volumen an Ölströmen durch den Persischen Golf weiterhin gefährdet. Durch die jüngste Entwicklung werde die Sorge am Markt «voraussichtlich nicht wesentlich abnehmen», sagte die Expertin. (awp/mc/pg)

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