Bell mit Umsatzwachstum 2025 – Gewinn durch Einmaleffekte belastet

Marco Tschanz

Marco Tschanz, CEO der Bell Food Group. (Foto: zvg)

Basel – Die Bell Food Gruppe hat 2025 leicht mehr umgesetzt als im Vorjahr. Operativ wurde das Ergebnis jedoch durch Sonderfaktoren belastet. Die Dividende bleibt indessen unverändert.

Der währungs- und akquisitionsbereinigte Nettoumsatz stieg um 4,5 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Franken, wie der zur Coop-Gruppe gehörende Fleischverarbeiter und Convenience-Spezialist am Donnerstag mitteilte.

Das höchste Wachstum erreichte der Bereich Hubers/Südtag mit einem organischen Wachstum von 13,0 Prozent. Aber auch der grösste Bereich Bell Schweiz verkaufte 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr und konnte den Angaben zufolge in sämtlichen Absatzkanälen und Warengruppen zulegen. Bell International legte derweil um 1,4 Prozent zu.

Ausgewiesener Reingewinn unter Vorjahr
Trotz des Umsatzwachstums fiel das operative Ergebnis unter das Vorjahresniveau. Der EBIT lag bei 118 Millionen Franken nach 167 Millionen im Vorjahr, der Reingewinn sackte auf 70 Millionen ab nach 123,7 Millionen.

Grund dafür ist das umfassende Investitionsprogramm, das Bell zur Optimierung der Produktion umsetzt. Bereinigt um die daraus entstehenden Einmaleffekte zeigt sich jedoch eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Der EBIT stieg um 2,8 Prozent auf 171,5 Millionen Franken, die entsprechende Marge lag unverändert bei 3,5 Prozent. Der Reingewinn lag mit 126,9 Millionen um 2,6 Prozent über dem Vorjahr.

Zu den Bereinigungen gehörten der Gewinn aus dem Verkauf der Eisberg-Gesellschaften in Osteuropa, die dazugehörige Ausbuchung von Währungsreserven sowie die ausserordentlichen Abschreibungen, hiess es hierzu.

Für die Aktionäre soll es eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 7,00 Franken je Aktie geben. Bell will zudem die Dividende stabil halten bei einer Ausschüttungsquote von rund 30 Prozent.

Für das laufende Jahr gibt Bell wie üblich keinen detaillierten finanziellen Ausblick. Es sei davon auszugehen, dass die allgemeine Wirtschaftslage und die Konsumentenstimmung 2026 volatil bleiben werden, hiess es. Bell sieht sich dafür aber gut gewappnet. (awp/mc/ps)

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