Bern – Reisende bestimmen Reisetag und gewünschte Verbindung künftig selbst. Neue Ziele wie St. Tropez sind bereits buchbar, kommt ein Flug mangels Nachfrage nicht zustande, entstehen keine Kosten. Gleichzeitig beginnt VINI mit der nachfragebasierten Netzplanung für 2027.
Nach einer erfolgreichen Testphase im Juni und Juli erweitert VINI sein Angebot ab Bern. Bislang bot VINI die Strecke Bern–München dreimal wöchentlich als bestätigten Flug an. Reisende können die Verbindung künftig für jeden Wochentag auswählen: Kommt für einen bestimmten Tag genügend Nachfrage zusammen, ergänzt VINI dafür einen zusätzlichen Flug. Zusätzlich lässt sich mit «Make It Fly» erstmals aktiv auch eine neue Verbindung anstossen, etwa nach St. Tropez. Kommt die dafür nötige Nachfrage nicht zustande, entstehen dem Reisenden keine Kosten.
Erfolgreiche Testphase in Bern abgeschlossen
VINI zieht eine positive Bilanz der ersten operativen Monate ab Bern. Auf der Strecke Bern–München führte VINI 31 Flüge durch und beförderte dabei 122 Passagiere, bei einer durchschnittlichen Auslastung von rund 60 bis 65 Prozent und einer operativen Pünktlichkeit von 99 Prozent. Sämtliche angekündigten Flüge fanden statt. Von den 122 Passagieren reisten 76 von Bern nach München und 46 von München nach Bern. Die Kernverbindung macht damit rund 91 Prozent aller VINI-Gäste ab und nach Bern aus.
Erste Nachfrageimpulse zeigten sich in der Testphase bereits auch für weitere Ziele. Zwölf Reisende nutzten Verbindungen ab beziehungsweise nach Bern Richtung Augsburg und Stuttgart, sechs davon Bern–Augsburg, zwei Bern–Stuttgart und vier Stuttgart–Bern. Damit wurden im Sommer bereits drei Destinationen ab Bern genutzt: München, Augsburg und Stuttgart. Für VINI ist das ein erstes Zeichen dafür, wo über die Kernverbindung hinaus Bedarf besteht. Nach einer kurzen Sommerpause nimmt VINI den Flugbetrieb ab Bern im September wieder auf.
Der Kunde bestimmt die Verbindung mit
Mit dem Neustart im September lanciert VINI zugleich das Konzept «Make It Fly». Reisende wählen dabei nicht nur eine Strecke, sondern auch Reisetag, gewünschte Abflugzeit und ihre Flexibilität selbst. VINI bündelt die eingehenden Wünsche und bestätigt einen Flug, sobald genügend Reisende zusammenkommen. Bleibt die Nachfrage aus, wird der Flug nicht bestätigt. Für den Reisenden entstehen dabei keine Kosten.
«Bisher musste sich der Reisende dem Flugplan anpassen. Wir drehen das Konzept um: Der Kunde sagt uns, wann und wohin er fliegen möchte. Wir bündeln die Nachfrage und machen daraus einen Flug. Kommt genügend Nachfrage zusammen, fliegen wir. Wenn nicht, entstehen dem Kunden keine Kosten. Aus diesen Bausteinen konstruieren wir Schritt für Schritt das VINI-Netz für 2027», sagt Tomislav Lang, Gründer und CEO von VINI.
Bern als Ausgangspunkt für ein wachsendes Netzwerk
Das Wachstum in Bern zeigt, wie VINI künftig funktionieren soll: bestehende Flüge, frei wählbare Reisetage, neue Ziele wie St. Tropez und die gebündelte Nachfrage der Reisenden ergeben zusammen ein Netzwerk, das mit der tatsächlichen Nachfrage mitwächst. Die eingehenden Reisewünsche fliessen direkt in die Planung für 2027 ein. Verbindungen mit besonders hoher Nachfrage sollen künftig häufiger angeboten oder zu regelmässigen Flügen weiterentwickelt werden.
Bern ist damit der erste VINI-Markt, der bestätigte Linienflüge und das «Make It Fly»-Modell miteinander kombiniert. Das Unternehmen für Luftfahrtmobilität führte 2026 bereits Verbindungen ab Mannheim und in der Region Berlin durch, im Sommer kamen Flüge nach Kroatien und Slowenien hinzu. Über die verschiedenen Märkte hinweg zeigt sich ein ähnliches Bedürfnis: Reisende wünschen sich direkte Verbindungen ab regionalen Flughäfen, kurze Wege und Zeitersparnis.
Nachfragedaten fliessen in die Netzplanung für 2027
Jede über «Make It Fly» reservierte Verbindung liefert VINI zugleich eine Information darüber, wo tatsächlicher Bedarf besteht, unabhängig davon, ob der jeweilige Flug am Ende zustande kommt. Diese Reisewünsche wertet VINI laufend aus und legt sie der Planung für 2027 zugrunde. Strecken mit wiederkehrender, hoher Nachfrage sollen dabei schrittweise von einzelnen «Make It Fly»-Flügen zu regelmässigen, bestätigten Verbindungen weiterentwickelt werden.
Die ersten Ergebnisse aus Bern, insbesondere die Anfragen Richtung Augsburg und Stuttgart, fliessen bereits in diese Auswertung ein. Zeigt sich auf einer Strecke über mehrere Wochen ein wiederkehrendes Bedürfnis, etwa zu bestimmten Wochentagen oder Tageszeiten, prüft VINI, ob daraus ein regelmässiger, bestätigter Flug werden kann. Ob und wann daraus feste Verbindungen entstehen, hängt von der weiteren Entwicklung ab. VINI will auf diesem Weg sein Streckennetz gezielt dort ausbauen, wo Reisende es aktiv nachfragen, statt Strecken im Voraus festzulegen.
Für den Bern Airport markiert die Entwicklung ein Schritt hin zu einer neuen Form der Mobilität.
«Die Testphase hat gezeigt, dass Reisende ab Bern verlässliche und direkte Verbindungen zu regionalen Zielen schätzen. Mit «Make It Fly» werden nun konkrete Reisewünsche sichtbar, und neue Verbindungen entstehen dort, wo Nachfrage besteht», sagt Urs Ryf, CEO des Bern Airport.
So funktioniert «Make It Fly»
- Wunschflug wählen
Strecke, Reisetag und gewünschte Abflugzeit beziehungsweise Zeitfenster auswählen. VINI zeigt Preis und verfügbare Optionen direkt an. - Make It Fly starten
Ist noch kein bestätigter Flug verfügbar, reserviert der Reisende mit «Make It Fly» seinen Platz und meldet damit verbindlich Interesse an der Verbindung an. - Nachfrage wächst
VINI bündelt Reisende mit passendem Flugwunsch. Je mehr Passagiere mitmachen, desto näher rückt der Flug an die Bestätigung. - Flug bestätigt
Sobald genügend Nachfrage vorhanden ist, bestätigt VINI den Flug. Reisende erhalten ihre endgültige Flugbestätigung mit Abflugzeit und allen Details. Kommt die Nachfrage nicht zustande, wird der Flug nicht bestätigt. Für Reisende entstehen dabei keine Kosten.
Klarer Status für jede Verbindung
Auf flyvini.com ist für jede Verbindung sofort ersichtlich, in welchem Stadium sie sich befindet. Der Status «Bestätigt» kennzeichnet Flüge, die direkt gebucht werden und stattfinden. Der Status «Make It Fly» zeigt an, dass für diese Verbindung derzeit Nachfrage gesammelt wird. Ein Fortschritt macht zusätzlich sichtbar, wie nahe eine Verbindung der Bestätigung ist: von «Make It Fly gestartet» über «Nachfrage wächst» und «fast bestätigt» bis «bestätigt». Reisende sehen so jederzeit, wie ihre Reservierung steht, ohne den Status aktiv nachfragen zu müssen.
(VINI/mc/ps)
