Neuenburg – Die Beschäftigung in der Schweiz hat im zweiten Quartal 2026 erneut zugenommen. Auch die Aussichten gestalten sich etwas positiver.
Die Zahl der Beschäftigten in der Schweiz wuchs in den Monaten April bis Juni im Jahresvergleich um 2,0 Prozent auf 5,698 Millionen, wie aus dem am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Beschäftigungsbarometer hervorgeht. Gegenüber dem Vorquartal stieg die Beschäftigung damit saisonbereinigt um 0,5 Prozent.
Wachstumsmotor war wie in den Vorquartalen auch schon der Dienstleistungssektor. Die Zahl der Beschäftigten nahm hier im Jahresvergleich um 2,2 Prozent auf 4,550 Millionen zu. Auch der Aufwärtstrend in der Industrie und im Baugewerbe setzte sich fort. Hier gab es ein Plus der Beschäftigten um 1,2 Prozent auf 1,148 Millionen. Im ersten Quartal 2026 hatte sich der Trend eines langjährigen Beschäftigungsabbaus in dem Sektor gekehrt, was sich nun zu festigen scheint.
Offene Stellen nehmen zu
Die Zahl der offenen Stellen nahm ebenfalls weiter zu. Von Unternehmen wurden insgesamt 98’700 Stellen als vakant gemeldet. Drei Monate zuvor waren es noch rund 500 weniger gewesen.
Dabei wurden im zweiten Sektor deutlich mehr offene Stellen gezählt, während es im dritten Sektor der Dienstleistungen einen leichten Rückgang gab. Damit lag die Quote der offenen Jobs im zweiten Quartal total bei 1,7 Prozent, wobei es im zweiten Sektor 2,1 Prozent und im dritten Sektor 1,6 Prozent waren.
Aussichten positiver
Für Unternehmen wurde es etwas schwieriger, qualifiziertes Personal einzustellen. Gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten meldeten 33,9 Prozent der Firmen eine Verschlechterung. Dies ist ein Anstieg von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorquartal. Dabei habe sich die Lage in beiden Sektoren verschärft.
Bei den kurzfristigen Beschäftigungsaussichten zeigt sich unverändert eine positive Entwicklung. So erwarten 11,3 Prozent der Firmen eine Aufstockung des Personals nach 11,0 Prozent im Vorquartal. Mit einem Stellenabbau rechnen dagegen lediglich 3,9 Prozent, was einem Rückgang um 0,9 Prozentpunkte entspricht. Der Indikator für die Beschäftigungsaussichten stieg damit etwas auf 1,04 Punkte. (awp/mc/ps)
