Niederwenigen – Der Landmaschinen- und Anlagenbauer Bucher Industries hat im Geschäftsjahr 2025 einen klaren Umsatzrückgang erlitten – den dritten in Folge. Laut dem Unternehmen hat die Trendwende jedoch begonnen und soll sich im angelaufenen Jahr 2026 fortsetzen.
Der Umsatz ging um 7,6 Prozent auf 2,91 Milliarden Franken zurück, wie der Mischkonzern am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte sanken die Verkäufe um 5,7 Prozent.
Vom Abschwung besonders stark betroffen gewesen waren die mit der Landwirtschaft verknüpften Bereiche (Kuhn Group: -9,2%) sowie Bucher Emhart Glass (-19,2%).
Immerhin: Der Auftragseingang lag über dem Vorjahreswert, insbesondere dank einer Erholung der Märkte in Europa. Er stieg um 4,6 Prozent auf 2,88 Milliarden Franken, wobei vor allem die Landwirtschaftssparte Kuhn Group (+16,4%) und die Hydraulics-Sparte (+9,8%) einen Sprung nach vorne machten.
Emhart Glass (-17,1%), das in einem von Überkapazitäten geprägten Markt tätig ist, blieb hingegen im Tal der Tränen. Bucher ist zudem mit einem Auftragsbestand von 1,12 Milliarden ins neue Jahr gestartet.
Die Erwartungen von Analysten wurden mit diesen Zahlen gut erfüllt.
Erholung sollte sich fortsetzen
Bucher macht auch erste Angaben zur Profitabilität. Das Betriebsergebnis enthielt 2025 bekanntlich einen Gewinn aus dem Verkauf eines nicht-betriebsnotwendigen Grundstücks (43 Mio Fr.). Ohne diesen Effekt sei mit einer Betriebsgewinnmarge in der Grössenordnung von 8 Prozent zu rechnen, so das Communiqué. Die detaillierten Gewinnzahlen wird das Unternehmen am 3. März veröffentlichen.
An den Standorten mit einer niedrigen Kapazitätsauslastung wurden laut den Angaben die Sparmassnahmen ausgeweitet. Insbesondere in den USA sei der Mitarbeiterbestand gesenkt worden.
Für das laufende Jahr 2025 erwartet das Zürcher Unterländer Unternehmen, dass sich die eingesetzte Erholung der Nachfrage fortsetzen wird – trotz der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten. Daher rechnet das Management mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis. Die Betriebsgewinnmarge wird dabei ebenfalls auf Vorjahresniveau erwartet.
Weit fortgeschritten ist laut Bucher das Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende 2025 seien 3,1 Prozent der ausgegebenen Aktien zurückgekauft worden. Das Programm ermögliche Rückkäufe von bis zu 4 Prozent und könne daher voraussichtlich in den kommenden Monaten beendet werden. (awp/mc/ps)
