Clariant setzt im ersten Quartal weniger um – starker Währungseffekt

Clariant

(Foto: Clariant)

Muttenz – Der Spezialchemiekonzern Clariant hat im ersten Quartal 2026 weniger Umsatz erzielt als im Vorjahresquartal. Die Profitabilität hat sich hingegen wegen Sparmassnahmen leicht verbessert.

Der Umsatz ging um 9,4 Prozent auf 918,0 Millionen Franken zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Bereinigt um die negativen Währungseffekte ergab sich ein moderateres Minus von 2,0 Prozent. Die abgesetzten Volumen nahmen dabei um 0,5 Prozent ab, während der Preiseffekt mit einem Minus von 1,5 Prozent ebenfalls negativ war.

Einerseits habe der Iran-Konflikt die Catalysts-Volumina belastet, heisst es zum Geschäftsverlauf. Andererseits fiel die Portfoliobereinigung im Bereich Care Chemicals negativ ins Gewicht. Ohne Portfoliobereinigung hätte der Umsatzrückgang in Lokalwährung lediglich 0,5 Prozent betragen.

Der operative Gewinn hingegen profitierte von den verschiedenen Restrukturierungsmassnahmen. Der Betriebsgewinn (EBITDA) legte um 3,4 Prozent auf 157,8 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge um 2,1 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent.

Werden die Einmaleffekte ausgeklammert, ergab sich beim EBITDA ein Minus von 15,9 Prozent auf 10,2 Millionen Franken, wobei sich die dazugehörende Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent abschwächte. Für diesen Rückgang macht Clariant einerseits die starke Vergleichsbasis aus dem Vorjahr verantwortlich und andererseits den Einfluss des Iran-Konflikts auf das Catalysts-Geschäft.

Mit Sparmassnahmen auf Kurs
Darüber hinaus sieht sich Clariant auf Kurs, bis Jahresende die vollständigen Einsparungen von 80 Millionen Franken aus dem Performance-Programm zu realisieren. Dies sei ein Jahr früher als geplant.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 bestätigt Clariant die bisherigen Prognosen. Demnach wird in lokalen Währungen ein stabiler Umsatz erwartet sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 18 Prozent. Dabei schmälert die erfolgte Portfoliobereinigung die Verkäufe um rund 1 Prozent. Der Iran-Konflikt wirke sich hauptsächlich auf die Catalysts-Kunden im Nahen Osten und in Asien aus, wobei der Umsatz in dieser Business Unit im Gesamtjahr nun voraussichtlich unter dem Vorjahr liegen werde.

Gleichzeitig sei mit einem Wachstum bei Adsorbents & Additives sowie mit einem anhaltenden leichten bereinigten Wachstum bei Care Chemicals zu rechnen, dies trotz der Auswirkungen des Iran-Konflikts im Oil-Services-Geschäft und zunehmender Risiken für das Nachfrageumfeld insgesamt.

Um der Inflation bei Rohstoffen und Energie entgegenzuwirken, setzt Clariant auf Preismanagement sowie die Fortsetzung der Kosteninitiativen.

Die Mittelfristziele wurden ebenfalls bekräftigt. Bis spätestens 2027 soll demnach ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 4 bis 6 Prozent erreicht werden. Die ausgewiesene EBITDA-Marge wird bis dahin bei 19 bis 21 Prozent erwartet. (awp/mc/pg)

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