Glencore fördert 2025 weniger Kupfer

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Kupfermine von Glencore. (Foto: Glencore)

Baar – Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2025 seine Produktionsziele bei den wichtigsten Rohstoffen erreicht. Während die Kupferförderung im Jahresvergleich zwar zurückging, zeigte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte eine klare Belebung. Auch das Kohlegeschäft zeigte sich robust.

Die Produktion von Kupfer belief sich 2025 auf rund 851,600 Tonnen und lag damit 11 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie Glencore am Donnerstag im Produktionsbericht bekannt gab. Der Rückgang sei in erster Linie auf geringere Gehalte und Ausbeuten im Zusammenhang mit der Abbauplanung zurückzuführen, insbesondere bei den Minen Collahuasi, Antamina und Antapaccay.

Im zweiten Halbjahr zog die Kupferproduktion jedoch deutlich an und lag fast 50 Prozent über dem Niveau der ersten Jahreshälfte, begünstigt durch höhere Kupfergehalte bei KCC, Antamina und Antapaccay, heisst es weiter.

Die Ölproduktion verringerte sich derweil um 25 Prozent auf rund 3 Millionen Fass Öläquivalent. Glencore begründet dies mit dem natürlichen Förderrückgang sowie der vorübergehenden Drosselung eines Teils der Produktion in Äquatorialguinea.

Durchzogene Kohleproduktion
Im Kohlegeschäft verlief die Entwicklung differenziert. Die Produktion von Stahlkohle stieg dank der im Vorjahr übernommenen Elk Valley Resources markant an, während die australischen Aktivitäten stabil blieben. Insgesamt erhöhte sich die Produktion um 63 Prozent auf 32,5 Millionen Tonnen.

Die Förderung von Energiekohle sank dagegen um 2 Prozent auf 98 Millionen Tonnen. Grund dafür sei vor allem die im März 2025 angekündigten freiwilligen Produktionskürzungen beim kolumbianischen Cerrejón. Diese wurden teilweise durch eine stärkere Leistung des australischen Geschäfts kompensiert.

Mehr Zink gefördert
Auch bei den Metallen stellt sich die Produktion unterschiedlich dar. Die Zinkförderung stieg um 7 Prozent im Jahresvergleich, unterstützt durch höhere Gehalte bei der Mine Antamina sowie eine höhere Produktion bei McArthur River.

Dagegen ging die Eigenproduktion von Nickel um 7 Prozent zurück, unter anderem wegen tieferer Fördermengen bei INO und Murrin Murrin. Auch die Kobaltproduktion sank leicht um 5 Prozent, da Glencore angesichts von Exportbeschränkungen in der Demokratischen Republik Kongo die Kupferproduktion priorisierte.

Ziele bestätigt
An seinem Langfristziel für den bereinigten Marketing-EBIT hält Glencore fest. Für 2025 erwartet das Unternehmen einen bereinigten EBIT aus dem Ein- und Verkauf von Rohstoffen ungefähr im mittleren Bereich der langfristigen Prognose. Diese war im Juli auf 2,3 bis 3,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr angehoben worden.

Die vorläufigen Jahreszahlen von 2025 will Glencore am 19. Februar vorlegen. (awp/mc/ps)

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