Schindellegi – Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat sich im zweiten Quartal 2026 markant verbessert, wobei es vor allem in der Luftfracht sehr stark aufwärts ging. Für das Gesamtjahr gibt sich der Konzern nun höhere Ziele.
In den Monaten April bis Juni stieg der Nettoumsatz von Kühne+Nagel um 8 Prozent auf 6,62 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt resultierte ein Plus von 11 Prozent.
Luftfracht im Hoch
Gewachsen ist das Unternehmen vor allem im Luftfrachtgeschäft. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um satte 25 Prozent. Dieser Erfolg wurde laut dem Communiqué massgeblich durch die Verbesserung des Kundenportfolios und Marktanteilsgewinnen insbesondere im Tech-Sektor erreicht.
Kühne+Nagel gilt als ein KI-Boom-Profiteur. Wenn hochkomplexe Teile für Datencenter zum Beispiel von Asien in die USA transportiert werden müssen, sind das lukrative Aufträge für Logistiker.
Wie Analysten im Vorfeld vermuteten, dürfte aber auch der Krieg im Nahen Osten eine Rolle gespielt haben. Immer wenn die Logistik kompliziert wird, weil etwa Transportrouten wegfallen, hilft das Kühne+Nagel. Warenströme müssen neu organisiert werden, was die Kunden mit teurem Geld bezahlen.
Bessere Profitabilität
Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag erhöhte sich um 3 Prozent auf 2,25 Milliarden, wie es weiter hiess. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm in der Folge um 11 Prozent auf 381 Millionen Franken zu und der Reingewinn um 10 Prozent auf 276 Millionen. Die Konversionsmarge (Verhältnis EBIT zu Rohertrag) erreichte 17 Prozent.
Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.
Im Ausblick wird das Unternehmen nun optimistischer. Im 2026 strebt der Konzern nun einen EBIT von 1,35 bis 1,55 Milliarden an, bisher hatte eine Bandbreite von 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken gegolten. (awp/mc/ps)
