Zürich – In der Schweiz haben sich die Aussichten für die Beschäftigung weiter aufgehellt. Grund dafür dürfte die Zolleinigung der Schweiz mit den USA gewesen sein, wie das KOF Institut der ETH Zürich am Montag schrieb.
Der vom KOF Institut vierteljährlich ermittelte Beschäftigungsindikator liegt im ersten Quartal 2026 bei +2,4 Punkten. Im Vorquartal stand der Indikator bei +1,3 Punkten (revidiert von +0,7) und im dritten Quartal 2025 war er mit -0,5 (revidiert von -0,6) im Minus.
Zu der Aufwärtsrevision im Beschäftigungsindikator haben laut dem KOF Institut die verbesserten Erwartungen zwischen Oktober und Dezember geführt. Das dürfte mit der Absichtserklärung der Schweiz mit den USA und der neuen Zollregelung vom 14. November zusammenhängen.
Insgesamt rechnen gemäss den KOF-Auswertungen derzeit mehr Unternehmen mit einem Stellenaufbau, als es Unternehmen gibt, die von einem Stellenabbau ausgehen.
Schwacher Handel
Im Zuge des neuerlichen Anstiegs stehe der KOF Beschäftigungsindikator nun wieder über seinem langjährigen Durchschnitt, hiess es weiter. Die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hätten sich leicht verbessert, das Branchenbild bleibe aber uneinheitlich.
Im Handel etwa sind die Aussichten nach wie vor gedämpft. Der Beschäftigungsindikator für den Grosshandel ging im laufenden Quartal weiter zurück, auf -11,1 nach -9,6 Punkten im Vorquartal. Und der Detailhandel steht mit -3,1 Punkten ebenfalls im negativen Bereich.
Im Minus notiert der Indikator auch im Verarbeitenden Gewerbe, allerdings hat er sich dort gegenüber dem Vorquartal erholt. In der Industrie stieg der Indikator auf -7,0 von zuvor -11,5 Punkten. Im Gastgewerbe verbesserte er sich leicht auf -2,4 Punkte.
Steigerung im Bau
Bei den übrigen Dienstleistungen steht der Indikator mit +7,3 Punkten weiterhin im positiven Bereich. Allerdings sei der Wert leicht gesunken. Im Bau setzt sich die gute Entwicklung fort und der Indikator stieg auf +10,6 von +9,5 Punkten. Das sei der höchste Stand seit über zwei Jahren, so das KOF Institut.
Grundlage für den Beschäftigungsindikator sind die vierteljährlichen Konjunkturumfragen des KOF Instituts. Dabei beruhen die Auswertungen auf den Antworten von rund 4500 Unternehmen, die im Januar befragt wurden. (awp/mc/ps)
