Presse: Frühere Post- und Postauto-Manager müssen wegen Subventionen vor Gericht

(Symbolbild)

Bern – Im Postauto-Skandal müssen sich sieben frühere Spitzenmanager von Post und Postauto voraussichtlich im kommenden Jahr vor dem Berner Wirtschaftsstrafgericht verantworten. Dies berichteten die Tamedia-Zeitungen am Montag. Die Beschuldigten hatten Strafverfügungen des Bundesamts für Polizei (Fedpol) aus dem Jahr 2024 angefochten, weshalb der Fall nun vor Gericht kommt.

Auf der Anklagebank müssen dem Berich zufolge Platz nehmen: der frühere Postauto-Chef Daniel Landolf, der Ex-Postfinanzchef Pascal Koradi sowie Adriano Vassalli, der ehemalige Vizeverwaltungsratspräsident der Post. Neben ihnen müssen sich vier weitere Ex-Manager von Postauto vor Gericht verantworten. Sie alle bestreiten die Vorwürfe.

Den ehemaligen Managern wird Leistungsbetrug oder Verletzung der Rechtspflichten vorgeworfen. Postauto soll über Jahre trotz gesetzlichem Verbot Millionengewinne durch ein illegales Buchungssystem verschleiert und so zu Unrecht Subventionen bezogen haben. Die Affäre war 2018 aufgedeckt worden. Die Post zahlte damals 205 Millionen Franken an Bund, Kantone und Gemeinden zurück. Der Prozess gilt auch wegen Verjährungsfragen als rechtlich komplex. (awp/mc/ps)

Exit mobile version