Romande Energie verdreifacht 2025 Gewinn

François Fellay, CEO Romande Energie. (Bild: Oiken SA/mc)

Morges – Romande Energie hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Gewinn gemacht nach dem starken Rückgang im Vorjahr. Nach einer positiven Gewinnwarnung Mitte Februar war das erwartet worden. Allerdings ist das Ergebnis unter dem Strich auch dank der Alpiq-Beteiligung noch höher als am Markt erwartet ausgefallen.

Der Umsatz ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 788,5 Millionen Franken zurück und damit stärker als von Analysten zuvor erwartet. Das Westschweizer Energieunternehmen begründete den Rückgang in einer Mitteilung vom Dienstag zum einen mit einem tieferen Energieanteil in den Tarifen für 2025 für Endkunden mit regulierten Tarifen und zum anderen mit den verkauften Mengen.

Das Betriebsergebnis EBITDA legte jedoch um 23 Prozent auf 152,5 Millionen zu, und der EBIT stieg massiv an auf 38,6 Millionen von 13,7 Millionen. Das sei zurückzuführen auf eine höhere Marge bei der Energieversorgung: Unter anderem seien die Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte günstiger gewesen, was zu niedrigeren Ausgleichsstromkosten geführt habe. Erste Erfolge aus den eingeleiteten Effizienzsteigerungsmassnahmen hätten ebenfalls zur Verbesserung der operativen Leistung beigetragen, so Romande Energie.

Stabile Dividende
Im Vorjahr war das Ergebnis markant eingebrochen: Unter anderem wurden die Margen belastet, weil überschüssige Energie teilweise zu äusserst ungünstigen Bedingungen weiterverkauft werden musste.

Zudem fiel im Berichtsjahr der Beitrag von Alpiq und EOS NER SA zum Ergebnis mit 40 Millionen deutlich höher als im Vorjahreszeitraum mit 13 Millionen. Romande Energie hält knapp 30 Prozent an der EOS Holding, die wiederum ein Drittel an Alpiq und 100 Prozent an EOS NER SA hält.

Unter dem Strich verdiente Romande Energie somit mit 80,1 Millionen dreimal so viel wie 2024. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 1,44 Franken je Aktie erhalten.

Partnerschaften gesucht
Für das laufende Jahr 2026 will das Unternehmen angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der raschen Veränderungen im regulatorischen Rahmen keine Prognose abgeben. Die Gruppe konzentriere sich vorrangig auf eine mittel- bis langfristige Roadmap, hiess es.

So sollen im Rahmen der Strategie 2030 neue Wachstumstreiber wie vor allem Digitalisierung, Flexibilität und Speicherung sowie der Ausbau der Fernwärmenetze und die Dekarbonisierung von Immobilien ausgebaut werden. Der bereinigte EBITDA soll bis 2030 im Vergleich zu 2024 (121,2 Mio Fr.) um 50 Prozent auf 170 bis 190 Millionen ansteigen.

Die Investitionsausgaben sollen in den nächsten fünf Jahren stabil bleiben und voraussichtlich zwischen 160 und 200 Millionen Franken liegen. Ein erheblicher Teil des Investitionsplans sei bereits weitgehend gesichert. Auch will Romande Energie Synergien nutzen und industrielle Partnerschaften auf regionaler und nationaler Ebene eingehen. (awp/mc/ps)

Romande Energie

Exit mobile version